Springe zum Ende des Werbebanners Springe zum Anfang des Werbebanners
Springe zum Ende des Werbebanners Springe zum Anfang des Werbebanners

Hauptinhalt

Vorsprung durch Masse
China ist der bei Weitem größte Absatzmarkt für Elektroautos, was chinesischen Anbietern allein aufgrund der Masse an produzierten Autos einen Vorteil im Vergleich zu japanischen, europäischen und amerikanischen Autokonzernen bringt.
© undefined undefined – GettyImages.com

Fokus

Vorsprung durch Masse

In China ist ein ruinöser Preiskampf bei E-Autos entbrannt. Doch am Ende könnte die lange geschmähte chinesische Autoindustrie als Weltmarktführer hervorgehen.

Von Martin Mayer

06.09.2023
Springe zum Ende des WerbebannersSpringe zum Anfang des Werbebanners

Eigentlich hatte es die chinesische Führung schon aufgegeben, entsprechend ihrem wirtschaftlichen Siegeszug auch im ­Autobau zur führenden Weltmacht aufzusteigen – zu groß schien der Vorsprung der etablierten Autokonzerne aus Japan, den USA und nicht zuletzt Deutschland. Die stark wachsende Nachfrage nach Autos in China wurde in der Vergangenheit zum großen Teil von ausländischen Unternehmen gedeckt, die dort lange Zeit fröhliche Urständ feiern konnten, während in den Heimatmärkten die Umsatzzahlen stagnierten. Insbesondere im Premiumsegment galt lange das Motto: „Wer es sich leisten kann, kauft Autos made in Germany.“

Karten werden neu gemischt

Doch mit dem Wechsel zum elektrisch betriebenen Auto werden die Karten im globalen Autosektor neu gemischt, und China will diesen Umbruch nutzen, um seine wirtschaftliche Stärke endlich auch im Automarkt ausspielen zu können. Doch wie es scheint, führt der Weg zur Weltmacht über ein „Tal der Tränen“ für chinesische Autobauer: Derzeit werden die Schlagzeilen über den ­chinesischen Automarkt von Preisnachlässen und von jungen chinesischen E-Auto-Bauern, die reihenweise in Schieflage geraten, dominiert.
 
Ist somit die Gefahr für die etablierten Autoexportländer gebannt? Keineswegs, glaubt Stefan Bauknecht, Senior Automotive Analyst bei DWS: „Nachrichten von finanziellen Schieflagen im chinesischen Autosektor sollten die westlichen Autobauer in keinster Weise beruhigen. Es ist vielmehr Teil der Reifung des jungen Sektors. Übrig bleiben dürfte am Ende eine Handvoll starker Firmen. An der Entschlossenheit Pekings, in diesem Industriesegment die globale Führung anzustreben, zweifle ich keine Sekunde.“

Westliche Autobauer sind damit doppelt negativ betroffen: Erstens können sie nicht mehr davon ausgehen, dass sie von dem Wachstum am chinesischen Automarkt in dem Ausmaß wie bisher profitieren können. Und zweitens könnten die erstarkten chinesischen Fabrikanten mit konkurrenzfähigen E-Autos auch im Export punkten und den bisherigen Platzhirschen Anteile in ihren Heimatmärkten streitig machen.

Chart: China: E-Autos viel beliebter als in Europa oder den USA
Am chinesischen Automarkt ist der Anteil der Batterieelektroautos an allen Neuzulassungen deutlich größer als in Europa oder in den USA.

Weitere Artikel

Sportler in Startposition auf einer Leichathletikbahn

Das sind die neuen Favoriten an der Börse

KI spaltet die Börsen. Das zeigt ein Blick auf die größten Gewinner und Verlierer des bisherigen...

Weiterlesen: Das sind die neuen Favoriten an der Börse
Exklusiv für GEWINN-Abonnenten

Von Big Tech zu Banken, Bau und Pharma

Hohes Kursniveau trotz Politspannungen und Auftrieb nach Japan-Wahl

Weiterlesen: Von Big Tech zu Banken, Bau und Pharma
Foto Benjamin Louvet

„Edelmetallpreise dürften auf mittlere Sicht weiter steigen“

Benjamin Louvet, Leiter der Rohstoffinvestments bei Ofi Invest AM, ist trotz des jüngsten...

Weiterlesen: „Edelmetallpreise dürften auf mittlere Sicht weiter steigen“