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Handel punktet mit Nähe und Emotion
Die Besucher der MMM-Fachtagung informierten sich über die neues­ten Trends im Handel
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MMM-Fachtagung

Handel punktet mit Nähe und Emotion

Österreichs Händler müssen sich auf neue Konsumentenbedürfnisse einstellen. Dabei setzen sie von Individualisierung über Convenience bis hin zu Omnichanneling auf durchwegs vielversprechende Konzepte.

Von Michaela Schellner

30.06.2022
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Finanzminister zum Status quo

Den Anfang des Expertenreigens machte Finanzminister Magnus Brunner, der, per Video zugeschaltet, betonte: „Wir befinden uns seit nunmehr zwei Jahren in einem Ausnahmezustand, hervorgerufen durch die Corona-Pandemie und verschärft durch den bereits Monate andauernden Ukraine-Krieg.“ Alleine der Kampf gegen Corona schlug für Österreich bis dato mit Kosten in Höhe von 44 Mil­liarden Euro zu Buche, rechnete Brunner vor. Zum Krieg in der Ukraine machte der Finanzminister klar: „Präsident Putin hat mit seinem Angriff eine rote Linie überschritten, die uns wirtschafts- und finanzpolitisch zum Handeln zwingt.“ Die getroffenen Sanktionen gegen Russland seien beispiellos, ein Gas-Embargo sehe man aber weiterhin skeptisch, weil es der Wirtschaft sowie den Menschen im Land erheblich schaden würde. So wie auch die aktuell herrschende Rekord­inflation, die noch länger andauern werde und zum Schutz von Kaufkraft und Wohlstand wirkungsvolle Gegenmaßnahmen erfordere. „Wir haben bereits zwei Pakete mit einem Gesamtvolumen von vier Milliarden Euro geschnürt“, betonte der Finanzminis­ter und kündigte noch weitere Maßnahmen wie etwa die Abschaffung der kalten Progression an, die ja nun laut kürzlich bekanntgegebenem Antiteuerungspaket wirklich fix sein soll. Nichtsdestotrotz stelle die aktuelle Situation die Bundesregierung vor große Herausforderungen. „Die derzeitigen Entwicklungen betreffen uns alle“, so Brunner. Er mahnte ein, Diskussionen gegen ein Miteinander zu ersetzen und mit kühlem Kopf zu agieren.

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