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Wohnungen als Geldanlage© Karolis Kybartas - GettyImages.com

Wo Preise und Mieten 2026 steigen

Wohnungen als Geldanlage

Nach drei Jahren Flaute am Immobilienmarkt beginnen die Preise für Wohnungen wieder moderat zu steigen. Worauf Anleger jetzt bei der Wohnungssuche achten müssen, zu welchen Zinsen Banken den Kauf finanzieren und wo Mieter hohe Mieten zahlen.

Von Michael Kordovsky, Susanne Kowatsch und Robert Wiedersich

07.01.2026
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Die Zeit sinkender Wohnimmobilienpreise in Österreich ist vorbei“, sagt Ökonom Matthias Reith von Raiffeisen Research. Er beobachtet den Markt seit vielen Jahren. 2025 legten die Wohnungspreise erstmals seit 2022, als der Immobilienboom abrupt endete, wieder leicht zu. Die finalen Daten stehen zwar noch aus, aber Reith rechnet für das Vorjahr mit knapp unter einem Prozent Zuwachs. Das ist immer noch deutlich unter der Inflation. „2026 erwarten wir Preissteigerungen von zwei bis drei Prozent. Das wäre dann wieder ein Wert auf oder leicht über der prognostizierten Inflation.“

Gebrauchte Wohnungen wieder deutlich leistbarer

Balkendiagramm mit der Anzahl neuer Wohnungen von 2019 bis 2024
Das Angebot an neuen Wohnungen wird 2025 und 2026 weiter zurückgehen. Das unterstützt die Preise bereits fertiger Wohnungen.

Damit endet eine dreijährige Preiskorrektur am Wohnungsmarkt. Wer neue Wohnungen zum Kauf sucht, hat davon der Korrektur allerdings nicht viel bemerkt. Zwar brach hier die Nachfrage massiver ein als bei gebrauchten Wohnungen, aber aufgrund der hohen Baukosten verteuerte sich der Neubau sogar. „Auf niedrigere Neubaupreise kann man lange warten. Die Preisrückgänge haben daher ausschließlich im Gebrauchtsegment stattgefunden, wo Wohnungen in den vergangenen drei Jahren in Wien um 8,9 Prozent bzw. 5,3 Prozent im restlichen Österreich billiger geworden sind. Die preisliche Schere zwischen Neu- und Gebrauchtsegment ist auseinandergegangen“, so Reith. Gleichzeitig haben die Löhne kräftig zugelegt. Dadurch hat sich die Leistbarkeit von Immobilien verbessert. „Gemessen am Einkommen sind gebrauchte Wohnungen in Wien heute um ein Viertel billiger als Mitte 2022“, sagt Reith und erwartet in diesem Bereich nun stärkere Preisanstiege als im Neubau, den sich weniger Menschen leisten können. Von den Lohnerhöhungen profitiert aber auch der Neubau, weil die Löhne noch stärker gestiegen sind als die Neubaupreise.

Die verbesserte Leistbarkeit wird bereits in der steigenden Nachfrage nach Krediten und in den Verkaufszahlen sichtbar. Von 2024 auf 2025 stiegen die Immobilienverkäufe laut Grundbuchdaten von Immounited fast 15 Prozent, besonders stark in Wien (plus 22 Prozent) und Vorarlberg (plus 26 Prozent). Das bestätigt auch Michael Schmidt, der mit seiner 3SI zu den größten Immobilienentwicklern in Wien gehört: „Wir haben im Vorjahr über 300 Wohnungen verkauft, mehr als je zuvor.“ Noch ist die Nachfrage nach Immobilien vor allem von Eigennutzern getrieben. Anleger, die Wohnungen zur Vermietung kaufen, kommen erst zögerlicher zurück. Viele hatten in den vergangenen drei Jahren die Sorge, zu früh zu kaufen. Sie warteten auf fallende Preise und fallende Zinsen. Nun stellen sich aber immer mehr Anleger die Frage: „Worauf noch warten?“

Bei den Preisen scheint der Talboden durchschritten, und bei den Zinsen ist keine große Bewegung mehr zu erwarten. „Der Abstieg vom Zinsgipfel endete in der Mittelstation“, beschreibt es Reith. Die Talstation aus Zeiten der Nullzinsen werden wir so schnell nicht wieder sehen. Die Konditionen für Fixzinskredite verteuerten sich zuletzt sogar (mehr dazu: Download unten).

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