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Wo Skispaß noch leistbar ist
Wurzeralm und Hinterstoder sind die beiden familienfreundlichen Skigebiete der Urlaubsregion Pyhrn-Priel in Oberösterreich; im Bild die Pisten der Wurzeralm.
© TVB Pyhrn-Priel/Sarah Kreutzhuber

Familienskigebiete

Wo Skispaß noch leistbar ist

Skifahren ist zwar leiwand, mittlerweile aber sehr teuer. Es gibt Alternativen für Pistenfans: Kleine, feine Skigebiete bieten zwar weniger Abfahrtskilometer, dafür aber günstigere Preise und eignen sich ideal für Familienskitage. Auch nahe bei Wien. 

Von Claudia Jörg-Brosche

05.01.2026
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Tagesskipasspreise bis zu 83 Euro, Wochenskipässe um 456 Euro: Da vergeht auch dem Skifreak die Lust. Wer auf die großen, teuren Skidestinationen mit ihren perfekt geschniegelten Pisten, hypermodernen Liftanlagen und lautem Après-Ski verzichten kann, findet in kleineren Skigebieten sein Pistenglück – vorausgesetzt, Frau Holle spendiert genügend weiße Pracht. Mit ihrer Überschaubarkeit eignen sie die „Kleinen“ auch perfekt für den Skiurlaub mit Kindern.

Hinterstoder in Oberösterreich etwa ist als recht großer „Kleiner“ ein Geheimtipp für alle, die den Winter lieber spüren als inszeniert möchten. In diesem Weltcup-Skiort geht es durchaus auch sportlich zu – speziell auf der Weltcup-Abfahrt Hannes Trinkl, der Inferno-Piste und der spektakulären Höss-Totale mit 7,4 Kilometern Länge über 1.400 Höhenmeter. Mit dem 2.000er-Lift geht’s hinauf zum höchsten Punkt des Skigebiets: Von hier ist der Ausblick auf die schroffen Gipfel des Toten Gebirges grandios. Die Pistenflitzer von morgen trainieren im Sunny Kids Park bei der Mittelstation – mit 16.500 Quadratmetern Oberösterreichs größtes Kinderskiland.  

Sollte Frau Holle schwächeln, können 90 Prozent der Pisten beschneit werden. „Ein großer Vorteil: Unser Skigebiet ist umweltschonend per Bahn erreichbar – ab Wien in nur 2,5 Stunden mit einem Umstieg. Vom Bahnhof Hinterstoder verkehren Gratisskibusse zur Talstation der Zehner-Kabinen-Hössbahn“, erklärt Corinna Polz, Geschäftsführung Tourismusverband Pyhrn-Priel.

Im Schwesternskigebiet Wurzer­alm bei Spital am Pyhrn geht’s per Standseilbahn zur Mittelstation (1.430 Meter). Die Wurzeralm gibt sich familiär, sanft und sonnig – und ist mit kurzen Wegen perfekt für Familien geeignet. Legendär – und für schwächere Skifahrer ein echtes Erfolgserlebnis – ist die Gammeringabfahrt (leicht): Sie führt über 4,5 Kilometer abseits aller technischen Anlagen durch die stille Natur hinunter ins Tal.

Eine Legende ist auch der Kasberg im oberösterreichischen Almtal. Von den früheren Betreibern herunter­gewirtschaftet, stand er 2023 vor der Schließung. Engagierten Einheimischen und Fans gelang es, ihr Skigebiet aus der Konkursmasse heraus zu pachten und den Fortbestand zu ­sichern. Der Kasberg gefällt heute als Multisport-Familienberg mit weiteren Themen wie Schneeschuh- und Winterwandern, Skitouren-Trails und Skitouren-Pistengehen.

Ein Paradies für die ganze Familie ist auch die Riesner­alm bei Donnersbachwald (Steiermark) mit sanften Hängen ­sowie mit anspruchsvollen Abfahrten. Ski-Eleven finden hier Österreichs erste Kinderskischaukel: Das 50.000 Quadratmeter große Übungsareal erhielt aktuell ein umfangreiches Komfort-Upgrade. Einen Überblick über kleine Skigebiete und ihre Liftpasspreise ­bietet die Tabelle unten.

Spartipps, günstigere Skitickets

Was bei den großen Skidestinationen längst Usus ist, wird auch bei den ­Kleineren immer mehr zur (Un-)Sitte: Dynamic Pricing. Heißt: Je nach Saisonzeit, Wochentag, Buchungsdatum, Nachfrage, erwarteter Auslastung und Wetterprognosen variieren die Ticketpreise täglich. Die Preise steigen, je näher der Skitag kommt – werden aber nie günstiger. Ein Preisvergleich wird so unmöglich.

Im Fall von Hinterstoder gibt’s den Erwachsenen-Tagespass ab 43,50 Euro. Den Maximalpreis hingegen können nicht einmal die Bergbahnen beziffern, er wird aber über 61 Euro liegen. Je frühzeitiger man den Skipass kauft, umso günstiger ist er, Spontanbesucher werden zur Kasse gebeten. Und: Vorab gekaufte Tickets werden nur im ­Notfall (etwa gegen Vorweis eines ­ärztlichen Attests) refundiert. Die Arbeiter­kammer kritisiert diese ­unfaire Preisgestaltung vehement. 
Die Bergbahnen argumentieren ­Dynamic Pricing mit betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit, kürzeren Wartezeiten und einer ­besseren ­Verteilung der Gästeströme.

Ein paar konkrete Spartipps gibt es dennoch: Onlineskipässe sind günstiger als an der Kassa, billiger wird’s auch in der Vor- und der Nachsaison. Familien genießen oft Ermäßigungen. Niederösterreich-Card-Inhaber bekommen auf der Mitterbacher Gemeindealpe eine Vier-Stunden-Liftkarte gratis. Am Kärntner Klippitztörl sind ab 21. 2. 2026 bei vielen Beherbergungsbetrieben die Skipässe im Aufenthalt inkludiert. Kinder von Familien, die am Millstätter See nächtigen, fahren am Sportberg Goldeck ab 8. 1. 2026 gratis Ski. Zu Saisonende, konkret zu Ostern, wird es vielerorts günstiger – Kids ­fahren dann oft zum Nulltarif, oder es gibt für alle einen Skitag geschenkt (z. B. in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel ab 16. 3. 2026).

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