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„Wir investieren bewusst in Österreich“
Florian Czink, Schlumberger-CEO
© Schlumberger/Adrian Almasan | www.adrianalmasan.com

Interview Schlumberger

„Wir investieren bewusst in Österreich“

Seit über 180 Jahren steht Schlumberger für österreichische Sekttradition. Im GEWINN-Interview schildert CEO Florian Czink, warum er die Produktion auch in schwierigen Zeiten im Land halten will, welche Chancen er im Export sieht und weshalb Patriotismus beim Schaumwein gefragt ist.

Von Michaela Schellner

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04.11.2025
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GEWINN: Sie arbeiten seit über 20 Jahren bei Schlumberger und sind seit Oktober Geschäftsführer. Was bedeutet es Ihnen, in dieser Phase an der Spitze zu stehen?

Czink: Es ist eine besondere Verantwortung. Schlumberger steht seit über 180 Jahren für Pioniergeist, Qualität und Herkunft. Unser Gründer, Robert Alwin Schlumberger, hat einst die Méthode Traditionelle nach Österreich gebracht. Dieses Erbe führen wir nun mit der modernsten Sektproduktionsanlage in Europa fort. Diesen Meilenstein mitgestalten zu dürfen, erfüllt mich mit großer Freude.

GEWINN: Das Investment ist nicht unerheblich. Warum ist es Ihnen wichtig, in Österreich zu produzieren, während viele andere Industriebetriebe ins Ausland abwandern?

Czink: Weil Österreich Teil unserer Identität ist. Schlumberger steht seit jeher für 100 Prozent österreichische Wertschöpfung von den Trauben über die Flasche bis zur Etikette. Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit heimischen Winzern und Partnerbetrieben wie Vetropack, Styria Print oder Packit. Wir sichern damit Arbeitsplätze in der Region. Eine Verlagerung ins Ausland stand für uns nie zur Diskussion. Müllendorf schafft die Basis, unsere jahrhundertlange Sekttradition in eine moderne, nachhaltige Zukunft zu führen.

GEWINN: Dennoch ist das wirtschaftliche Umfeld derzeit schwierig …

Czink: Die vergangenen Jahre waren ohne Frage herausfordernd. Wir sehen Kostensteigerungen zwischen 20 und 30 Prozent bei Energie, Logistik und Löhnen. Gleichzeitig ändert sich das Konsumverhalten, alkoholische Premiumprodukte sind stark rückläufig. Diese Faktoren belasten die gesamte Branche. Trotzdem: Wir arbeiten konsequent an Effizienzsteigerungen, ohne bei der Qualität Kompromisse zu machen. Unser Umsatz liegt aktuell leicht unter 100 Millionen Euro, aber wir sind solide aufgestellt.

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