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Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz
Wie Führungskräfte bei Seelenpein helfen können
In der Redaktion einer Wiener Tageszeitung kannte man Caroline S. (Name geändert) als lebensfrohe, energiegeladene Praktikantin. Ihr erklärtes Ziel war ein Studienplatz in New York. Den ergatterte sie trotz überwältigender Konkurrenz scheinbar mühelos, schwebte durch ihr Studium und arbeitete sich nebenbei in einer New Yorker PR-Agentur nach oben. Der Zusammenbruch kam 2024. Nicht ihr erster, gibt sie zu, der letzte lag zwölf Jahre zurück. „Ich wusste, dass es ernst ist, und wies mich selbst in die Psychiatrie ein. Dort wollten mir die Ärzte einreden, ich hätte nur Angstzustände. Doch ich wusste, ich bin bipolar mit zusätzlichen Panikattacken. Das ist viel schlimmer.“
Bipolarität zählt zu den Neurodivergenzen wie Autismus, ADHS, Dyskalkulie, Dyspraxie, Legasthenie und ein paar weitere, seltenere. Das Gegenstück heißt neurotypisch, was nicht bedeutet, dass „Neuronormalos“ keine psychischen Themen haben. In diesem Artikel geht es um Neurodivergenzen und um die drei häufigsten psychischen Störungen am Arbeitsplatz, nämlich Depressionen, Burnout und Angststörung. Laut Österreichischem Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) sind 25 bis 30 Prozent der Österreicher im Lauf ihres Lebens von psychischen Symptomen und Erkrankungen betroffen. Unsere Liste (siehe PDF am Ende des Artikels) gibt Führungskräften und Kollegen laientaugliche Hinweise, um auffälliges Verhalten deuten zu können. Ziel ist immer, den Betroffenen Sicherheit und bestmögliche Führung zu schenken. Diagnose und Behandlung gehören ausdrücklich in die Hände von Professionisten.
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