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Konjunktur

Wer kauft noch Putins Öl?

Von Hans-Jörg Bruckberger und Leonhard Schadler

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02.09.2025
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© Bet_Noire - GettyImages.com

Wer günstiges Öl kaufen wollte, klopfte einst bei Russland an. Seit den westlichen Sanktionen gegen Russland hat sich das Bild im Detail jedoch drastisch gewandelt. Auch mit dem bald 19. Sanktionsparket gegen Russland distanziert sich die EU zwar weiterhin von Russland (die einschlägigen Ölimporte lagen 2024 fast 90 Prozent unter dem Niveau von 2021), an treuen Ölkunden mangelt es dem Kreml jedoch nicht. Obwohl die Türkei 2024 doppelt so viel Öl von Russland importierte als die EU, springen besonders die Mengen von China und Indien ins Auge. China, ein konstanter Ölkäufer Russlands, stockte ab 2021 seine Mengen an Öl deutlich auf und gilt heute als größter Abnehmer von russischem Öl. Indien hingegen kaufte vor 2022 kaum Öl aus Russland. Heute haben sich die Verhältnisse geändert. Indien erwarb 2024 von Russland rund 1,9 Millionen Barrel pro Tag (China mehr als 2,4 Millionen Barrel und die EU nicht einmal 0,4 Millionen Barrel). Prompt haben die USA gegen Indien nun Strafzölle verhängt. Insgesamt verkauft Russland immer noch sieben bis acht Millionen Barrel pro Tag – nicht viel weniger als im Jahr 2021.

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