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Wann ist welche Massage von Vorteil?
Eine einzelne Massage tut gut, zur Linderung von Beschwerden braucht es eine Serie
© Iakov Filimonov – GettyImages.com

Massage

Wann ist welche Massage von Vorteil?

Entspannen, Leistungsfähigkeit verbessern, Schmerzen lindern … die verschiedenen Formen der Massage eignen sich für unterschiedliche Anwendungen.

Von Andrea Dungl-Zauner

27.04.2022

In unserem Kulturkreis ist die klassische Massage oder auch Schwedenmassage verwurzelt. Basierend auf fünf Grundgrifftechniken und ihren Abwandlungen können in erster Linie schmerzhafte Muskelverspannungen und -verhärtungen behandelt werden. Die streichenden Bewegungen führen Lymphflüssigkeit in den venösen Blutfluss zurück, Kneten dehnt und entspannt die Muskel­fasern, Streichung und Friktion (Reibung oder Zirkelung) fördert die Durchblutung, Klopfen steigert neben der Durchblutung die Muskelspannung, und Vibration schließlich lindert Schmerzen und entspannt.

Eine einzelne Massage ist ein wohltuendes Erlebnis, zur Linderung von Beschwerden sollte eine Serie von Behandlungen in nicht zu großen ­Abständen – mindestens einmal pro Woche – gewählt werden. Die Behandlung kann Schmerzen verursachen, diese sollten jedoch immer gut tolerierbar sein. Im Falle einer Erkrankung sollte eine Massage vorab mit dem Arzt abgesprochen werden.

Lymphdrainage

Durch die sanften Streich- und Kreisbewegungen der Fingerspitzen unterscheidet sich die Lymphdrainage von den festen Handgriffen der klassischen Massage. Die manuelle Lymphdrainage ist die optimale Therapie­methode zur Beseitigung von Stauungen und Schwellungen. Weniger bekannte, bewährte Indikationen sind Spannungskopfschmerzen, Probleme mit der Verdauung, Unterstützung von Fas­tenzeiten oder die Narben- und ­Ulcusbehandlungen. Bei oder nach Rotlauf, Thrombosen, Herz- und Krebserkrankungen darf die Lymphdrainage nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.

Reflexzonenmassage

Reflexzonen in den verschiedensten Körperregionen werden durch spezifische Griffe behandelt und so innere Organe und Körpersysteme beeinflusst. Diese Methoden beruhen auf reiner Empirie. Ihr Vorteil liegt in der Möglichkeit, schmerzende Körper­regionen zu behandeln, ohne diese Areale lokal berühren zu müssen.

Bindegewebsmassage/Segmenttherapie

Eine veränderte Spannung oder Verklebung in der Unterhaut (Subcutis) wird mit besonderen Techniken gereizt, wodurch es zu einem Spannungsausgleich im Bindegewebe kommt. Durch die Beeinflussung des vegetativen Nervensystems über den Reflexbogen werden positive Effekte ausgelöst, indirekt werden auch die Organe und ihre Funktionen beeinflusst.

Asiatische Massagen

Tuina ist die chinesische Massage und gilt als besonders erfolgreich bei ­­Kopf- und Rückenschmerzen, nervösen ­Zuständen, Schlafstörungen und Burn-­out. Über die Behandlung der Akupunkturpunkte und Meridianverläufe lassen sich aber auch Funktionsstörungen und Erkrankungen der Atemwege sowie der Verdauungsorgane therapieren.
Shiatsu ist eine japanische Behandlungsmethode. Auf der Grundlage des Meridian- und Akupunkturpunktsystems werden an bestimmten Punkten Reize gesetzt. Die verschiedenen Grifftechniken werden nicht nur zur Lockerung der Muskulatur, Bänder und Sehnen eingesetzt, sondern auch zum Lösen von Energieblockaden.
Die Thai-Massage (auch TTM oder „Nuad“) beinhaltet Akupressur-, Dehn-, Klopf- und Strecktechniken, aber auch Reflexzonenmassage, Yoga-Elemente und das Gehen auf dem Rücken. Da diese Techniken unter Zuhilfenahme des gesamten Körpergewichtes durchgeführt werden, sollten sie bei ernsthaften Beschwerden nur nach deren ausführlicher Abklärung eingesetzt werden.

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