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„Die Zeiten bleiben turbulent“
Wolfgang Stöhr ist stolz auf die Entwicklung von Ritter Sport Österreich. 2025 wurden hierzulande über zehn Millionen 100-Gramm-Ritter Sport-Tafeln verkauft.
© Ritter Sport/Martin Steiger, www.martinsteiger.at

Drei Fragen an Wolfgang Stöhr

„Die Zeiten bleiben turbulent“

Ritter-Sport-Österreich-Geschäftsführer Wolfgang Stöhr spricht mit GEWINN über Wachstum, die klare Marktführerschaft bei veganer Schokolade und darüber, warum die Produktion in Breitenbrunn (Bgld.) für das Gesamtunternehmen eine zentrale Rolle spielt.

Von Michaela Schellner

11.03.2026
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Trotz steigender Rohstoffpreise und unsicherer Konsumstimmung zieht der Süßwarenhersteller Ritter Sport in Österreich eine positive Bilanz. Die Zeiten bleiben allerdings turbulent, wie Geschäftsführer Wolfgang Stöhr ankündigt. Er steht seit 2012 an der Spitze der im Jahr 1983 gegründeten Österreich-Niederlassung des deutschen Familienunternehmens.

GEWINN: Herr Stöhr, steigende Rohstoffpreise und eine zurückhaltende Konsumstimmung prägen derzeit viele Branchen. Wie fällt Ihre Bilanz für Ritter Sport in Österreich aus?

Wolfgang Stöhr: Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds blicken wir auf ein sehr solides Jahr zurück. Vor allem der Kakaopreis hat die Branche massiv beschäftigt. Nach einer fast jahrzehntelangen stabilen Phase mit Kosten von etwa 2.500 Pfund pro Tonne hat sich der Preis im November 2023 verfünffacht. Inzwischen hat sich der Markt zwar etwas beruhigt, das Preisniveau bleibt aber mit rund 4.000 bis 4.500 Pfund pro Tonne deutlich höher als früher. Die Zeiten bleiben also turbulent. Umso erfreulicher ist es, dass in Österreich im Vorjahr knapp 10,5 Millionen Ritter-Sport-Tafeln verkauft worden sind, ein relativ stabiler Wert in einem insgesamt rückläufigen Markt. Dazu kommen noch mehr als 18 Millionen Amicelli-Röllchen, die wir seit 2021 im Sortiment haben. Insgesamt ist es uns gelungen, unseren Umsatz um 18 Prozent auf 25,3 Millionen Euro zu steigern, was natürlich auch auf gestiegene Preise zurückzuführen ist. Mit 6,8 Prozent Marktanteil gehören wir weiterhin zu den drei beliebtesten Schokoladenherstellern im Land.

GEWINN: Besonders stark ist Ritter Sport im veganen Segment. Wie kam es dazu?

Stöhr: Wir haben bereits vor zehn Jahren mit veganer Schokolade begonnen und waren damit echte Pioniere. Heute halten wir im österreichischen Markt für vegane Tafelschokolade einen Anteil von über 80 Prozent und sind damit klarer Marktführer. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist, dass unsere veganen Sorten einfach gut schmecken, denn der Geschmack ist und bleibt das wichtigste Kaufkriterium bei Schokolade. Gleichzeitig passt das Sortiment sehr gut zu aktuellen Konsumtrends rund um pflanzliche Ernährung oder Flexitarismus.

GEWINN: Ritter Sport hat seinen Hauptsitz im deutschen Waldenbuch. In Österreich gibt es aber einen eigenen Produktionsstandort. Welche Bedeutung hat das Werk in Breitenbrunn für das Gesamtunternehmen auch in Hinblick auf die veröffentlichten Konzernverluste der Muttergesellschaft?

Stöhr: Eine sehr große. Wir haben den Standort im Jahr 2021 von Mars gekauft und produzieren seither im Burgenland unser gesamtes veganes Tafelschokoladen-Sortiment sowie Amicelli-Produkte für den heimischen und den internationalen Markt. Damit ist Österreich ein zentraler Produktionsstandort innerhalb der Ritter-Sport-Gruppe mit großer Bedeutung für den Export geworden. Gleichzeitig arbeiten wir kontinuierlich an Innovationen, etwa mit neuen Geschmacksrichtungen oder ganz aktuell mit unserer neuen Protein-Schokolade. Um auf Ihre Frage zurückzukommen: Aus heutiger Sicht steht das Werk, in dem 90 Mitarbeiter beschäftigt sind, auch nicht zur Diskussion. 

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