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Spielekonsole? Oder doch lieber Cloud Gaming?
Sonys Playstation 5 ist gut, aber derzeit Mangelware aufgrund der ­Chipkrise samt ­Pandemie
© Sony/Fifa

Gaming

Spielekonsole? Oder doch lieber Cloud Gaming?

Wegen Pandemie und Chipkrise ist die Sony Playstation 5 Mangelware und die Microsoft X-Box „X“ nur bei wenigen Händlern in geringen Stückzahlen verfügbar.

Von Herwig Wöhs

02.12.2021

Statt einem Gutschein als Alternative kann aber auch Cloud Gaming  eine Spielmöglichkeit sein. Statt lokal auf einer Konsole meist als Bluray abgespielt, werden dieselben Spiele dann via Internet-Leitung auf PC oder Fernseher oder via App aufs Smart­phone und Tablet gestreamt.
Ubisoft+ kostet ab 14,99 Euro pro Monat bei jederzeitiger Kündbarkeit und bietet über 100 PC-Spiele und Zugang zu zahlreichen Erweiterungen, Seasons Passes, Spiele-Boostern und In-Game „Zuckerln“. In der drei Euro teureren Version Multi Access können die Spiele nicht nur auf dem PC gespielt, sondern via High-Speed-Internet-Leitung aufs Smartphone, das Tablet oder den Fernseher gestreamt werden. Die Technologie dahinter bietet Googles Gaming-Plattform Stadia.

Stadia Pro ist das im Abo 9,99 Euro teure Cloud-Gaming von Google, das zum Ausprobieren für einen Monat kostenlos getestet werden kann. Als Voraussetzung fürs Streaming empfiehlt Google zumindest eine 10 Mbit/s schnelle Internetleitung. Es gibt fast keinen (modernen) Fernseher, kein Smartphone oder Tablet, auf dem Stadia nicht laufen würde, und vor allem die vielfältigen Endgeräte helfen für einen „universellen“ Einsatz etwa am Smartphone während der Autofahrt oder als Familienspielstation vor dem heimischen Fernseher. Der kann entweder Stadia direkt unterstützen oder über einen Chromecast-Stick (ab 39 Euro) aufgerüstet werden. Dazu kommen die Kosten für einen kompatiblen oder Original-Controller um 69 Euro, damit exaktes Gameplay möglich ist.

Als Geschenkversion ermöglicht Stadia den Kauf von Spielen, die über die Plattform ohne weitere Abogebühren gespielt werden können. Als Bundle kostet die Stadia Premiere Edition 129 Euro und enthält einen Controller (69 Euro), Chromecast-Ultra-Stick (ab 69 Euro), drei Monate Zugang zu Stadia Pro (rund 30 Euro) und ist zirka 30 Euro preiswerter als der Einzelkauf.

Aus dem Amazon-Universum stammt die Cloud-Gaming-Plattform Luna, die auf Fire-TV Geräten, auf And­roid und Apple iPhones und iPads (per WEB-App), dem Mac und Win­dows PCs gespielt werden kann. Integ­riert ist auch der Streaming-Dienst Twitch, womit Spiele aus Luna direkt auf Twitch gestreamt und gespielt werden können. Derzeit nur für US-Konten verfügbar kostet der Zugang 5,99 Dollar pro Monat.

Sonys Playstation 5 ist gut, aber derzeit Mangelware aufgrund der ­Chipkrise samt ­Pandemie© Sony
Microsofts XBox© Microsoft

Der XBox Game Pass wiederum ermöglicht den Zugriff auf mehr als 100 Spiele von z. B. EA-Play als Cloud- Lösung für Konsole oder PC um jeweils 9,90 Euro pro Monat oder als Ultimate um 12,99 Euro im Mehrspielermodus für viele Endgeräte.

Von Nvidia gibt es GeForce Now. In der kostenlosen Variante ist die Spielzeit auf eine Stunde beschränkt, gar nicht so schlecht, wenn man daran denkt, dass auch die Weihnachtsferien wieder zu Ende gehen. Die Abo-Version um 9,99 Euro ermöglicht bis zu sechs Stunden Zocken an einem Stück und eine bevorzugte Berücksichtigung in der Warteschlange für die nächste Session, Gratisnutzer müssen hier gegebenenfalls länger warten. Fachtestern zufolge zählt die Raytracing-Funktion in der Abo-Version zum Feinsten auf dem Markt und wirkt besser als auf der Playstation.

Feinspitzen unter den Cloud-Gamern sei Shadow empfohlen, das um 29,99 Euro einen eigenen virtuellen Windows-PC in der Cloud zur Verfügung stellt, der neben Gaming auch für klassische PC-Funktionen genutzt werden kann.
Der 256 GB große SSD-Speicher kann auf bis zu zwei TB Festplattenspeicher erweitert werden. Die große Nachfrage verzögert die Einrichtung als User bis zu vier Wochen, also rechtzeitig bestellen!

Fazit

Gaming aus der Cloud ist vielseitig auf unterschiedlichen Endgeräten nutzbar und mit typischen Abo-Kosten von rund 120 Euro im Jahr gleich teuer wie der Kauf einer Spielkonsole nach vier bis fünf Jahren Nutzungsdauer. Sowohl Playstation als auch X-Box sind wegen Chipmangel und Logistikkrise derzeit schwer erhältlich, statt einem Gutschein für eine Konsole kann das Christkind auch Cloud Gaming unter den Weihnachtsbaum legen.

Alternative Gaming PC

Wer eine Konsole wählt, kann sich auf ein abgestimmtes Sys­tem verlassen, das für ein ausgezeichnetes Spielerlebnis auf dem angeschlossenen Fernseher sorgt und mit dem passenden Soundsystem auch für ein Erlebnis „mitten drin“. Für die Wiedergabe am PC reicht zwar die Normalausrüstung grundsätzlich aus, ein echter Gaming-PC liegt in der Preisklasse doch deutlich darüber. Fertig konfigurierte Gaming-PCs beginnen ab einer Preisklasse von 1.100 Euro, für den Gaming-Laptop Razer Blade 15 muss man gut 5.000 Euro auf den Tisch blättern. Dafür sind PCs je nach Spielleidenschaft universell auf- und ausrüstbar. Neben den Originalcontrollern gibt es zahlreiches Zubehör je nach persönlicher Präferenz. Wer z. B. Flugsimulationen liebt, kann sich mit Fußpedalen und Schubreglern ein kleines Cockpit bauen, für Autorennen gibt es die Pedalerie und das Lenkrad vorneweg.

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