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Technik & Tests

Samsung Galaxy S24

Von Erich Brenner und Herwig Wöhs

13.02.2024
Foto Samsung Galaxy S24
Das neue Samsung Galaxy S24, die Ultra-Version hat den KI-Prozessor.© Samsung

Man nehme die bewährte Technik des Galaxy S23, die KI-Software von Google, Designelemente vom ­iPhone, und fertig ist das neue Galaxy S24. In den gewohnten drei Ausstattungsstufen S24 (ab 899 Euro), S24+ (ab 1.149 Euro) und S24 Ultra (ab 1.449 Eu­ro) hat nur das Spitzenmodell den neuen ­KI- Prozessor Snapdragon 8 Gen 3 an Bord, die kleineren Modelle müssen sich mit den hauseigenen Exynos-2400-Prozessoren begnügen, die nicht gerade als Stromsparer gelten. Die Akkukapazität ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, die KI-Tools saugen aber den Akku schnell leer. Beim Display soll der ­Vision Booster für bessere Sichtbarkeit im hellen Tageslicht ­sorgen und liefert bis zu 2.600 Nits ­Helligkeit. Die Displays (6,2, 6,7 oder 6,8 Zoll) sind bei gleicher Gehäusegröße etwas gewachsen, und die S24-Serie ist nach IP68 wasserdicht/staubfest.

Die neuen KI-Funktionen mit dem Namen „Galaxy AI“ unter dem neuen AI-Modell von Google, Gemini Pro, ermöglichen z. B. bei Fotos eine Verbesserung der Aufnahme, etwa schiefe Mauern geradezurichten („Level Off“) oder Blendeffekte beim Fotografieren aus dem Fenster „wegzuzaubern“. Mit der Funktion „Generative Edit“ können Personen oder Objekte gegen andere ausgetauscht und der Hintergrund perfekt aufgefüllt werden – das kennt man bereits von Googles Magic Editor.
Endlich gibt’s eine HDR-Vorschau, und mit „Edit Suggestions“ schlägt die KI Verbesserungsmöglichkeiten des Fotos vor, die man einfach per Tippser übernehmen kann.

Während die meisten KI-Funktionen die Cloudanbindung im Online­status benötigen (kann aber auch ­abgeschaltet werden), ist das Transkribieren von Sprachaufzeichnungen auch offline möglich. Gesprächsprotokolle sind bis zu zwei Stunden Aufnahmedauer möglich, passend dazu baut die KI eine Kurzzusammenfassung. Der „Chat Assist“ kann basierend auf dem bisherigen Chatverlauf selbst antworten und Emojis vorschlagen. Last, but not least können mit der „Circle to ­Search“-Funktion Gegenstände oder Objekte in einer (selbst gemachten oder aus dem Netz geladenen) Aufnahme markiert werden. Das funktioniert mit dem Pen des Ultra sehr smart, geht aber auch mit dem Zeigefinger. Die KI analysiert den Bildausschnitt und ­liefert auf Knopfdruck passende Informationen aus dem Internet dazu. Also z. B. einen Sneaker fotografieren, und schon weiß ich, welches Modell das ist, wo es erhältlich ist und was es kostet.

Die KI-Funktionen des S24 ähneln denen von Googles Pixel 8. Kein Wunder, haben doch Samsung und Google eine intensive Partnerschaft angekündigt. Ob das S24 dazu beitragen kann, dass Samsung 2024 wieder Platz eins bei den verkauften Smartphones erreicht, bleibt dahingestellt. Mit dem erstmaligen Versprechen, sieben Jahre lang Updates und Aktualisierungen zu liefern, ist auch ein erster Schritt in Richtung Nachhaltigkeit getan. Die ­Gehäuse aus gepanzertem Aluminium bzw. Titan beim Ultra und Gorilla Glass Armor sollen für eine lange Haltbarkeit sorgen.

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