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„Russland bereitet sich auf einen langen Krieg vor“
Anna Rosenberg, Amundi Institute: „In Russland ist viel passiert, um die Gesellschaft und auch die Industrie auf einen langen Krieg vor­zubereiten.“
© Stanislav Erman

Interview mit Anna Rosenberg

„Russland bereitet sich auf einen langen Krieg vor“

Für Anna Rosenberg, Leiterin der Abteilung Geopolitik beim Amundi Institute, ist es sehr unwahrscheinlich, dass in der Ukraine eine der beiden Seiten den Krieg gewinnen kann. Aus ihrer Sicht wird es über kurz oder lang viel wahrscheinlicher zu einem Waffenstillstand und Kompromiss kommen.

Von Martin Mayer

21.03.2023
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GEWINN: Frau Rosenberg, der Krieg in der Ukraine dauert nun schon über ein Jahr an. Was sind aus Ihrer Sicht mögliche Szenarien für die weitere Entwicklung dieses Konflikts?

Rosenberg: Wir sehen in Summe sechs verschiedene Szenarien. Mit größter Wahrscheinlichkeit wird es ein langer Krieg, der über Jahre andauert. Ähnlich wahrscheinlich ist es, dass der Krieg mittelfristig in einem Waffenstillstand endet. Für beiden Szenarien schätzen wir die Wahrscheinlichkeit auf etwa 30 Prozent. Das dritte Szenario wäre eine Eskalation über die Ukraine hinaus bzw. ein direkter Konflikt auch mit dem Westen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist zuletzt wieder gestiegen und liegt unserer Einschätzung nach bei 25 Prozent. Darüber hinaus gibt es noch drei sehr unwahrscheinliche Szenarien: die Ukraine gewinnt, Russland gewinnt oder der Krieg wird aufgrund eines Machtwechsels in Moskau rasch beendet. Die Wahrscheinlichkeit für diese drei Szenarien schätzen wir jeweils mit fünf Prozent sehr gering ein. Und diese Einschätzung hat sich seit dem Kriegsbeginn nicht wesentlich verändert.

GEWINN: Warum erwarten Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit einen langen Kriegsverlauf?

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