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Solarkraftwerk

PV-Sichtschutz als Stromquelle

Von Michaela Schellner, Leonhard Schadler

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04.09.2025
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Montage eines Solarzaunes
Sunbooster-CEO Stefan Ponsold will Zäune mit seiner zum Patent angemeldeten Weltneuheit in Stromquellen verwandeln. Als Partner mit an Bord ist das ebenfalls steirische Unternehmen H+S Zauntechnik.© Sunbooster

Die steirischen Unternehmen Sunbooster und H+S Zauntechnik haben mit Sunbooster Vertical ein Photovoltaik-Sichtschutzsystem für Haushalte und Gewerbe entwickelt, das Zäune in Stromquellen verwandelt. Die flexiblen Solarstreifen werden in Doppelstabgitterzäune eingefädelt, liefern dank beidseitiger Zelltechnologie auch bei Reflexion Energie und erzeugen durch die vertikale Ausrichtung vor allem morgens und abends Strom – also genau dann, wenn der Bedarf und die Preise hoch sind. Die Installation ist einfach: Solarstreifen einziehen, mit dem Wechselrichter verbinden und über das Zehn-Meter-AC-Kabel in die Steckdose einstecken. Ein Basissystem umfasst sechs wahlweise zwei oder 2,5 Meter lange Streifen; bis zu zehn Laufmeter Solarzaun lassen sich so problemlos als Kleinkraftwerk in Betrieb nehmen. Größere Installationen sind durch die serielle Verschaltung mehrerer Zaunfelder auch möglich. Ein 100-Meter-Zaun erreicht laut Sunbooster-CEO Stefan Ponsold eine Leistung von rund 18,8 kWp. Ein Argument für die Installation seien auch die Kosten, die nur ein Drittel herkömmlicher Solarzäune ausmachen. Fünf Meter Zaun samt Installation schlagen mit rund 1.100 Euro zu Buche (ohne Förderung, siehe Rechner auf sunbooster.com/products/sunbooster-vertical).

Die 2012 gegründete Sunbooster GmbH, an der die Kelag mit 24,9 Prozent und die Zooom Enterprise GmbH mit fünf Prozent beteiligt sind, konnte in der Vergangenheit stets einen Jahresgewinn im sechsstelligen Eurobereich erwirtschaften. Das Unternehmen mit 80 Prozent Exportanteil führt auch die Marke Sunnybag (Solarrucksäcke).

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