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Onlineschnäppchen: Achtung, neue Gebühren!
Der Black Friday kann besonders bei Lieferungen aus Fernost teurer werden als gedacht.
© AndreyPopov – GettyImages.com

Geld-Tipp

Onlineschnäppchen: Achtung, neue Gebühren!

Von Susanne Kowatsch

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03.11.2026
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Bevor man rechtzeitig zum Singles Day (11. 11.), zum Black Friday (27. 11.) oder zum Cyber Monday (30.11.) zu Hochform aufläuft, was das Bestellen im Internet betrifft, sollte man vielleicht noch kurz innehalten. Denn in letzter Zeit sind ein paar Gebühren mit dem Ziel dazugekommen, die Paketflut einzudämmen, die ihren Ausgang vor allem in China hat. 

So sind seit Juli auch Kleinsendungen (bis 150 Euro Warenwert) zollpflichtig, wenn sie von außerhalb der EU kommen, drei Euro je Warenposition werden als Pauschalzoll eingehoben. Im Oktober wurde in Österreich zudem für Onlinekäufe auf großen Plattformen eine Paketsteuer eingeführt (mehr dazu siehe “hier”). Jenseits der ausschlaggebenden 100-Millionen-Euro-Umsatz-Grenze liegen etwa Amazon, Otto, Universal, Zalando, Temu, Shein, Aliexpress, Ebay, Apple, Ikea, Mediamarkt, XXXLutz oder Shop-Apotheke. (Einzelne wie Ikea oder XXXLutz verrechnen die Paketsteuer derzeit ihren Kunden allerdings nicht weiter.) Dazu gesellt sich für Kleinsendungen, die von außerhalb der EU kommen, ab November eine Bearbeitungsgebühr der EU in Höhe von zwei Euro. Zwar ist sie von den Händlern/Plattformen zu bezahlen, eine Weitergabe an die Kunden ist aber nicht unwahrscheinlich.

So kommt es, dass das kleine vermeintliche Billigpaket von Temu und Co. seit November insgesamt um mindestens 7,40 Euro an Gebühren mehr kostet als im Vorjahr, wie die Tabelle unten zeigt. Beim Pauschalzoll kann es noch teurer werden, denn dieser fällt pro Warenposition an, nicht pro Paket (bestellt man z. B. drei T-Shirts und einen Schal, sind das zwei Positionen, da unterschiedliche Warenarten). Kauft man dagegen bei einem in Österreich oder im EU-Raum sitzenden Onlinehändler ein, der unter 100 Millionen Euro Umsatz in Österreich macht, ist seit dem letzten Jahr gar keine Gebühr dazugekommen. Regional und direkt beim Produzenten oder Händler zu bestellen, zahlt sich also mehr aus denn je. Nicht zu vergessen: Bei Paketen aus China und Co. kommen noch Einfuhrumsatzsteuer (20 Prozent auf Warenwert plus Versandkosten ab dem ersten Cent) und oft ein Bearbeitungsentgelt des Zustellers dazu. Vom potenziellen Ärger mit Retouren gar nicht zu sprechen.

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