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Neujahrsvorsätze nach dem Pareto-Prinzip
Treppen steigen statt Lift fahren klingt banal, hat aber große Auswirkungen auf unsere ­Gesundheit.
© sinseeho – GettyImages.com

Gesundheit

Neujahrsvorsätze nach dem Pareto-Prinzip

Vergessen Sie radikale Pläne. Schon kleine Veränderungen von Gewohnheiten ­können viel bewirken und dabei helfen, ­gesünder ins neue Jahr zu starten. 

Von Andrea Dungl-Zauner

05.01.2026
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Wir wissen, dass wir uns mehr bewegen, ausgewogener essen sollten und mentalen Ausgleich brauchen. Gesundheitsvorhaben scheitern selten an mangelndem Willen. Viel häufiger überfordern wir uns mit umfassenden Plänen, strengen Verboten und unrealistischen Erwartungen. Dabei zeigt die moderne Präventionsforschung, dass kleine, konsistente Veränderungen die größte Wirkung erzielen. Auch genetische Faktoren spielen eine geringere Rolle als oft angenommen. Gene können Risiken erhöhen – den entscheidenden Hebel bedienen jedoch wir selbst durch unser Verhalten. Denn ­Ernährung, Bewegung und Stress­management beeinflussen unsere langfristige Gesundheit deutlich stärker als einzelne Risikovarianten in ­unserem ­Erbgut.

Kleine, gezielte Veränderungen

Das Pareto-Prinzip – die 20-zu-80-Regel – eignet sich hervorragend für einen nachhaltigen Einstieg. Kleine, gezielte Veränderungen können einen Großteil des Erfolgs ausmachen. Anstatt das ­gesamte Leben umzukrempeln, lohnt es sich, jene Bereiche zu identifizieren, die den größten Effekt bringen.

Ein praktischer Startpunkt ist ­eine kurze Selbstbeobachtung. Notieren Sie drei Tage lang, was Sie essen und trinken. Meist zeigt sich schnell eine Mahlzeit, die sich unkompliziert verbessern lässt. Das können Sie beispielsweise machen:

  • das Croissant gegen Overnight-Oats mit Kompottfrüchten austauschen
  • eine Brotmahlzeit canceln und stattdessen eine Suppe mit Einlage essen
  • den Kuchen aufs Wochenende verlegen
  • statt Bonbons eine Handvoll Nüsse auf den Tisch stellen

Ergänzend helfen einfache Bewegungsimpulse, selbst an vollgepackten Arbeitstagen, so zum Beispiel:

  • Stiegen steigen statt Lift fahren – das fördert den Stoffwechsel
  • am Schreibtisch zwischendurch die Arme über den Kopf führen und wieder locker zur Seite fallen lassen – sie werden aufrechter sitzen
  • die Füße kreisen – das verbessert die Beweglichkeit der Sprunggelenke
  • im Stehen kurz strecken und nach oben greifen – lockert die Rückenmuskulatur
  • einen Einbeinstand zur Aktivierung der Tiefenmuskulatur machen

Natürlich ersetzen diese Miniroutinen keine vollwertige Ernährung und kein Training. Sie wirken aber als Türöffner, denn wenn Sie kleine positive Effekte verspüren, finden Sie leichter Motivation zur nächsten Stufe. Neben körperlichen Vorteilen von mehr Energie oder besserer Belastbarkeit hat ein bewussterer Lebens­stil besonders für beruflich stark eingespannte Menschen langfristigen Nutzen. Mentale Stabilität, höhere Stressresistenz und ein klareres Leistungsprofil sind heute zentrale Faktoren für beruflichen Erfolg.

Motivation holen

Um Fortschritte sichtbar zu machen, bewährt sich ein einfaches System: ein Wochenkalender und bunte Klebepunkte. Definieren Sie zwei bis drei machbare Maßnahmen, etwa dreimal pro Woche 15 Minuten Bewegung oder an drei Abenden eine leichte Mahlzeit. Jeder gesetzte Punkt dokumentiert eine gelungene Entscheidung. Einzelne Ausrutscher sind irrelevant – entscheidend ist die Mehrheit der Tage.

Geben Sie sich fünf Wochen Zeit und spüren Sie nach, was sich in Ihrem Körpergefühl geändert hat. Sie werden sehen, selbst mit solch vermeintlich kleinen Schritten, hat sich einiges getan. Warum gerade fünf ­Wochen? Ganz einfach, in dieser Zeit haben Sie sich eine neue Gewohnheit antrainiert, die Ihrem Körper guttut. Zum Durchhalten setzen Sie sich eine kleine persönliche Belohnung als ­Motivation – ein Buch, ein Konzert, ­eine Massage. Und denken Sie daran: Feiern Sie auch kleine Erfolge, denn Selbstlob ist kein Zeichen von Eitelkeit, sondern ein Verstärker für nach­haltiges Verhalten.

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