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Nach dem Skandal© 2017 Teodor Lazarev Imagery (Dorde Savic) - GettyImages.com

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Nach dem Skandal

Was tun, wenn das eigene Unternehmen von einem großen Ärgernis erschüttert wird? Hier ist eine Typologie von Strategien, wie man hierzulande Skandalen begegnet. Und die Blaupause für eine Lösung.

Von Andrea Lehky

09.01.2023
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Nicht angemeldet, unterbezahlt, schlecht behandelt: In der Leiharbeitsbranche poppen mit unschöner Regelmäßigkeit Schwarzarbeitsskandale auf. Ebenso regelmäßig fährt der Interessenverband österreichischer Personaldienstleister die immer gleiche Strategie: „konsterniert“ (wörtlich) und mit der mantraartigen Versicherung, es handle sich um „wenige schwarze Schafe, die es leider in jeder Branche“ gebe und welche, die ihre „in Verruf“ brächte. Solchen Pressemeldungen angeschlossen – diese stammt vom November 2021 – ist immer das Statement, wonach der Verband mit seinen hundert Mitgliedern drei Viertel des Marktes abdecke. Bleibt ein Viertel, für das er seine Hand nicht ins Feuer legt. Die Strategie dahinter ist leicht zu durchschauen: „Wir waren es nicht“.

Der Anlassfall dieser bis dato letzten Aussendung ist weithin bekannt. Dabei hat er so schön als Paradebeispiel österreichischen Unternehmensgeists begonnen. Mit Ausbruch der ersten Coronawelle 2020 taten sich zwei heimische Größen, Palmers und Lenzing, zusammen, um das Land mit hochqualitativen Schutzmasken zu versorgen. Unter politischem Beifall und medialem Jubel gründeten sie gemeinsam ein Unternehmen: Hygiene Austria. Dann wurden sie von Nachfrage und Produktionskosten überrollt. Was danach kam, beschäftigt die Gerichte, es gilt die Unschuldsvermutung. Jedenfalls wurden die Mitarbeitenden von vier Zeitarbeitsfirmen erwischt, wie sie unter unwürdigen Bedingungen billige chinesische Masken umetikettierten, die dann teuer als „made in Austria“ verkauft wurden. Diese vier Zeitarbeitsfirmen sind die aktuellen „schwarzen Schafe“.

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