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Mit trockenen, müden Augen vor dem PC
Starres Fixieren des Bildschirms ­überanstrengt die Augenmuskulatur
© mauritius images/Alamy Stock Photos/Aleksandr Davydov

Augen und Bildschirmarbeit

Mit trockenen, müden Augen vor dem PC

Die Folgen: Nacken-, Rücken- und Kopfschmerzen sowie Konzentrationsprobleme bis hin zum „Office Eye Syndrom“. Mit diesen Übungen wird es besser.

Von Andrea Dungl-Zauner

24.03.2022

Starres Fixieren des Bildschirms überanstrengt die Augenmuskulatur. Gleichzeitig kommt es zu einer Reduktion der Lidschlagfrequenz. Üblicherweise blinzeln wir mehrmals pro Minute, ohne, dass wir es merken. Das verteilt die Tränenflüssigkeit über die Augen und befeuchtet sie. Die Hornhaut bleibt dadurch elastisch und geschmeidig. Jede Reduktion der Frequenz unseres Lidschlages begünstigt hingegen brennende und gerötete Augen. Auch ein Fremdkörpergefühl wie Sand in den Augen kann die Folge sein. Hat die Tränenflüssigkeit nicht die richtige Zusammensetzung aus Wasser, Eiweiß und Fett, kann es ebenso zu trockenen Augen kommen, selbst bei vermehrtem Tränenfluss.

Wie schützt man daher seine Augen am besten?


Augengymnastik – gegen Ermüdung, für gesunde strahlende Augen

  1.  Wechseln Sie öfters die Sehdistanz, indem Sie immer wieder auf andere Punkte in verschiedener Entfernung schauen (ein Bild an der Wand, Blumen auf einen Baum).
     
  2. Blinzeln oder Gähnen befeuchtet die Augen und schützt vor Austrocknung der Hornhaut. Unterdrücken Sie daher, wenn Sie alleine sind, das Gähnen nicht. Wenn Sie das Gefühl von Trockenheit empfinden, blinzeln Sie ohne Weiteres bewusst. Dies kann kurzfristige Erleichterung bringen.
     
  3. Zwischendurch eine kleine Gesichtsdusche mit kaltem Wasser. Es reicht, wenn Sie dafür mit der hohlen Hand Wasser mehrfach besonders über das Gesicht und die Augenlider gießen.
     
  4. Chinesische Augenmassage: Stützen Sie Ihre Ellbogen auf den Tisch und stützen Sie den Kopf mit den beiden Daumen an der Schläfe ab. Mit dem Mittelglied des Zeigefingers streichen Sie langsam fünfmal über der Augenbraue von der Nasenwurzel bis zur Schläfe, danach das Gleiche unter der Augenbraue, dann den unteren Rand der Augenhöhle. Jetzt legen Sie Zeige-, Mittel- und Ringfinger sanft auf die geschlossenen Augenlider und vibrieren leicht etwa eine Minute. Zum Schluss schauen Sie noch bei ­geschlossenen Lidern nach oben, nach unten, nach rechts und nach links. Reiben Sie die Handflächen, bis sie warm sind, legen sie auf die geschlossenen Augen und genießen Sie die Wärme und Energie.

Bildschirmbrille

Eine Brille sollte immer optimal an die durchschnittliche Sehdistanz zur Bildschirmoberfläche angepasst werden. Die klassische Gleitsichtbrille für den Alltag erfüllt diese Anforderung nicht. Vielmehr begünstigt sie ­eine vermehrte Belastung der Augen, die zusätzlich durch eine Fehlhaltung der Halswirbelsäule begünstigt wird. Eine eigene Computerarbeitsbrille ist hierfür sehr zu empfehlen. Kontaktlinsen begünstigen trockene Augen und sind daher auch keine optimale Lösung.

Stress reduzieren

Schauen Sie bei entspannt zurückgelehntem Körper und geschlossenen Augen in die Sonne und atmen Sie ruhig durch die Nase ein und den Mund aus. Nach einigen Atemzügen ziehen Sie mit dem Einatmen die Schultern hoch, spannen Sie kurz die Muskeln an und lassen Sie diese mit dem Ausatmen entspannt fallen. Mit jedem Ausatmen blasen Sie negative Gedanken, alles Belastende fort.

Aufpassen bei Augentropfen

Häufig enthalten sie Hyaluronsäure oder Dexpanthenol. Ihr Flüssigkeitsverhalten kann sehr variieren. Ebenso werden homöopathische Augentropfen angeboten. Da Keime geöffnete ­Augentropfen vergleichsweise rasch verunreinigen können, werden diesen Konservierungsstoffe zugesetzt. Je weniger Konservierungsstoffe in Augentropfen enthalten sind, umso weniger begünstigen Sie die Trockenheit der Augen. Vielfach werden heute deswegen Augentropfen in Einzeldosenpipetten angeboten. Diese sind zwar teurer, aber frei von Konservierungsstoffen. Außerdem können sie praktisch mitgenommen werden.

Vergessen Sie aber nicht, dass eine Kontrolle beim Augenarzt bei anhaltenden Beschwerden nötig ist.

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