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Konjunktur

Metalle, Öl, Getreide: Rohstoffmärkte spielen wegen Ukraine-Krieg verrückt

Von Robert Wiedersich

30.03.2022
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© SafakOguz - GettyImages.com

Welt. Das Datum des russischen Überfalls auf die Ukraine ist in den Preischarts vieler wichtiger Rohstoffe klar erkennbar. Nadelförmig schossen die Preise Ende Februar in die Höhe. Die ­extremsten Spitzen waren zwar nur von kurzer Dauer, dennoch liegen die Preise teilweise deutlich über dem Ausgangsniveau. Schon seit 2020 ist eine Aufwärtsbewegung bei vielen Indus­triemetallen sichtbar, die auch bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielen. Russland zählt sowohl bei Nickel als auch bei Aluminium zu den größten Produzenten.

Bei Öl wiederum verläuft die Preisentwicklung unterschiedlich. Während die Preise für die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI durch die Decke gingen, wird russisches Öl der Sorte Urals mit einem historischen Preisabschlag gehandelt. Zwar darf russisches Öl noch nach Europa und Asien ausgeführt werden – die USA verhängten bereits einen Importstopp ­–, aber immer weniger westliche Ölunter­nehmen und Reedereien wollen es ­kaufen und transportieren.

Auch bei Agrarrohstoffen wie Weizen, Mais oder Soja steigen die Preise stark. Mit Russland und der Ukraine fallen gleich zwei der weltweit wichtigsten Produzenten als Exporteure ganz oder teilweise aus, etwa für Nordafrika. Steigende Nahrungspreise galten 2011 als Auslöser des arabischen Frühlings.

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