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Grillsaison 2022
Weber.com

So werden Griller zur Outdoorküche

Grillsaison 2022

Ob Kohle-, Gas- oder Pelletsgrill, in der kommenden Saison werden die Griller zur Outdoor-Küche aufgerüstet. Mittels App und künstlicher Intelligenz gelingen auch dem Laien tolle Ergebnisse.

Von Herwig Wöhs

01.04.2022

Smoker und BBQ-Sets erweitern das Grillangebot, und mit zusätzlichen „Brennern“ ausgestattet werden auch Gemüse, Erdäpfel und Co. draußen zubereitet. Wer Grillen kann, kann das auf einem einfachen Grillrost (ab 29 Euro), sagte der Grillmeister im Tennisclub. Erfolgreich wehrte er sich gegen Kugel-, Ei-, Röhrengrills und sonstige Bauformen. Als Vertreter des Radikalgrillens hat er auch das in die Glut tropfende und dann brennende Fett mit einem beherzten Schütter aus der Bierflasche ausgelöscht. Geheimrezepte für Marinaden sorgten für zarten Fleisch­genuss mit köstlichen Röstaromen und die richtige Position am Griller für eine Haube der Grillkönige.

Ganz anders entwickelt sich die Welt der – früher abschätzig so genannten – Blechgriller. Der berühmte Kugelgrill, der den Weltruf der Firma Weber-Stephen aus dem amerikanischen Illinois begründet hat, steht noch heute in vielen Gärten und dient am Wochenende als Basisgrill. Enthusiasten nutzen ihn sogar in der kalten Wintersaison, da das Prinzip der warmen Umluft in der Kugel heute noch gültig ist. Grillkohle gibt’s aus dem Baumarkt, auch aus Kokosnussschalen, oder spezielle Minibriketts für ­höhere Temperaturen, für jeden Geschmack das richtige Angebot. Trotzdem bleibt das in der heutigen schnelllebigen Zeit mühsame Aufheizen und das Problem, dass zu niedrige oder zu hohe Temperaturen nur langsam verändert werden können. Das sorgte für den Siegeszug des Gasgrills, der blitzschnell auf die gewünschte Temperatur gebracht werden und mit mehreren Brennern unterschiedliche Temperaturen für unterschiedliches Grillgut (z. B. Fleisch und Fisch) erzeugen kann. Drei Brenner sind heute Standard, die größeren Modelle besitzen bis zu fünf Grillzonen, einen zusätzlichen Brenner für die Hochtemperaturzone und einen „Kochbereich“ für Zuspeisen etc.

Zurück zum Holz als Pellet. Pellets kamen zuerst bei Smokern zum Einsatz, wo es ja um die Rauchentwicklung geht. Seitdem auch Weber auf den Pellets-Zug aufgesprungen ist, sind Pelletsgriller eine saubere Alternative zu Holzkohlegriller. Experten attestieren den Pellets eine feinere Nase in den Holztönen. Den Broil King 500 mit elektrischem Drehspieß z. B. gibt’s ab 2.199 Euro.

Sear und Sizzle

Im Internet kann die Frage nach Sizzle Zone oder Sear Station fast als Glaubenskrieg der Grillmeister mitverfolgt werden. Damit auch am Gasgriller die gewünschten Röstaromen entstehen, besitzen hochwertige Griller einen Infrarot- oder Gasbrenner, der Temperaturen über 800 Grad erreichen kann. Damit schließen sich, vereinfacht gesagt, beim Fleisch die äußeren Poren, der Saft bleibt im Fleischstück. Für Grillgut am Drehspieß wiederum eignet sich eine Sear Station oder Zone, wo das Grillgut geseart, also geröstet wird und als Tüpfelchen auf dem i  schöne Brandings, also Grillmarken, am Steak, erzeugt werden können.

Outdoor Kitchen

Die in Kanada beheimatete Napoleon Grill wiederum ergänzt ihr Angebot in der Grillserie 500, die in Outdoorküchen eingebaut werden kann (z. B. Prestige Pro 500 ab 2.990 Euro). Drehregler, die je nach Gasfluss die Farbe ändern, und innovative Zündsysteme, die schneller und bequemer (und auch sicherer) zu zünden sind – in der Premiumklasse der Griller sind sie selbstverständlich.

Grillen goes Digital

Neue hochwertige Griller wie der Genesis EX 335 Smart (ab 1.990 Euro) sind bereits digital vorgerüstet. Für ältere Modelle gibt es meist einen Nachrüstsatz wie den Weber Connect Grilling Hub ab 159 Euro. Steuerzentrale ist die App am Smartphone, die via Bluetooth die Temperaturdaten aus dem Griller empfängt. Solche Apps unterstützen das Grillen für Dummies, da das Smartphone jeden einzelnen Schritt von der Vorbereitung bis zum Servieren anzeigt, fast, als würde einer der Grillweltmeister daneben stehen. Damit gelingen auch dem absoluten Laien brauchbare Grillergebnisse, und die Gäste müssen nicht schwindeln, wenn sie sagen, dass es ­ihnen geschmeckt hat. „Jetzt wenden“ oder „Servieren“, die Signale punktgenau für das gewünschte Medium-rare-Steak werden auch akustisch und optisch angezeigt. Genial finde ich dann immer die Grillmeister, die den Temperaturgrad bei der heimischen Gästerunde abfragen (medium-rare, well done und einmal blutig) und dann alle Fleischstücke gleich lang (kurz) am Griller liegen lassen.

Das funktioniert doch ganz einfach, indem man die kürzeste Garzeit in der App einstellt und dann weitere Minuten zugibt. Der Resting-Timer merkt sich den Zeitpunkt, zu dem das Grillgut vom Griller genommen wurde, und meldet den optimalen Zeitpunkt zum Aufschneiden und Servieren. Last, but not least sind in der App Rezepte hinterlegt, die einfach Schritt für Schritt nachgegrillt werden können, und fertige Einkaufslisten vereinfachen die Vorbereitung der Grillparty.   

Fazit: Weber, Napoleon, Charbroil oder Broilking aus Nordamerika und Kanada zählen zu den Premiumherstellern von Outdoorgrillern, die durch hochwertige und damit nicht preiswerte Modelle für jahrelangen Grillspass sorgen. Deutsche Hersteller wie Rösle Activa oder Burnhard sind bei den Markenfans beliebte Anbieter. Mr. Gardener als Hausmarke der Hagebau-Gruppe schafft den Spagat zwischen Qualität und Preis.

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