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Statistik

Franchising wächst gegen den Trend

Von Michaela Schellner

05.01.2026
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Katarína ­Drevenáková und Martin Zagler
Katarína ­Drevenáková, seit August ÖFV-Generalsekretärin, und Martin Zagler, ÖFV-Präsident, haben Grund für gute Laune. Die Franchise-Branche entwickelt sich positiv.© Stefan Seelig

Während viele Branchen unter Insolvenzen und Stellenabbau leiden (siehe dazu “Insolvenzstatistik”), zeigt sich Franchising in Österreich überraschend resilient. Laut der jüngsten Franchise-Statistik, die vom Österreichischen Franchise-Verband (ÖFV) alle zwei Jahre in Auftrag gegeben und von Mm Insights in Kooperation mit Bestheads erstellt wird, gibt es hierzulande 510 Franchise-Systeme mit 12.800 Standorten, 95.600 Beschäftigten und einem Gesamtumsatz von 12,4 Milliarden Euro. Besonders erfreulich für ÖFV-Präsident Martin Zagler ist, dass die Branche seit 2023 um 100 neue Standorte und 5.100 Arbeitsplätze gewachsen ist. Er betont: „Wir lesen tagtäglich von Schließungen und Stellenabbau bei vielen großen Unternehmen. Es ist schön, zu sehen, dass unsere Branche nicht nur ihr Niveau halten konnte, sondern sogar ein Wachstum und ein Beschäftigungsplus schafft.“

Im Schnitt betreibt ein Franchisesystem 25 Standorte mit 20 Partnern und beschäftigt 187 Mitarbeiter. 60 Prozent der hierzulande aktiven Systeme sind auch international tätig, 79 Prozent davon in zwei bis fünf Ländern. 

Besonders stark vertreten sind laut Statistik Lebensmittel-Franchises (18 Prozent), gefolgt von Gastronomie (13 Prozent) sowie den Branchen Dienstleistung, Bau und Handwerk und Information und Kommunikation (jeweils elf Prozent). Die wenigsten Systeme gibt es im Gesundheits- und Sozialwesen (zwei Prozent).

Auch der Blick in die Zukunft fällt den Umfrageteilnehmern zufolge überwiegend positiv aus. 79 Prozent der Systeme erwarten 2026 steigende Umsätze, 15 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung. Sinkende Umsätze prognostiziert keiner der Befragten. Ähnlich zeigt sich die Lage in Hinblick auf die Gewinnaussichten, wo 36 Prozent von einer steigenden und 40 Prozent von einer gleichbleibenden Performance ausgehen.  
Für Gründer liege der Reiz, über Franchise zum Unternehmer zu werden, im Modell selbst. Man ist selbstständig, profitiert aber von erprobten Strukturen, Markenbekanntheit und zentralen Services. Durchschnittlich sind dafür rund 83.000 Euro Startinvestition plus Einstiegsgebühren (durchschnittlich 22.600 Euro) und laufende Beiträge (durchschnittlich 7,5 Prozent monatlich) einzuplanen.

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