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Markteintritt

Firmenfahrrad statt Firmenauto

Von Michaela Schellner

30.03.2022
Junge Frau
Österreich-Chefin Donna Galle strebt mit Lease a Bike die Marktführerschaft an© Lease a bike/ivanashots, YIELD

Um das Fahrrad als täglich genutztes Fortbewegungsmittel noch attraktiver zu machen, setzen seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2021 immer mehr Anbieter auf die Entwicklung von Dienstrad-Leasing-Konzepten. Unternehmen können ihren Mitarbeitern ein Dienstfahrrad, das auch privat genutzt werden darf, zur Verfügung stellen, ihnen damit eine Alternative zur Gehaltserhöhung liefern, sie ans Unternehmen binden und zudem nachhaltig ­agieren.

„Dienstrad-Leasing steckt noch in den Kinderschuhen. Steuerliche Vorteile und Förderungen wie zum ­Beispiel die E-Mobilitätsförderung machen das Modell für Arbeitgeber aber besonders attraktiv“, erklärt Donna Galle, Österreich-Chefin von Lease a Bike (LAB). Der europäische Dienstrad-Platzhirsch steigt Ende März/Anfang April 2022 in den österreichischen Markt ein und macht damit bereits hierzulande aktiven Unternehmen wie Bike Leasing ­Services, Firmenradl, E-bikes4you, willdienstrad.at oder Jobrad Kon­kurrenz. Lease a Bike hat seinen Hauptsitz in den Fahrrad-verrückten Niederlanden, ist ein Tochterunternehmen des weltweit größten Fahrradherstellers Pon Bike und neben den Niederlanden in Deutschland (seit 2015) und Belgien (seit 2020) ­vertreten. Damit fahren in Europa rund 100.000 Mitarbeiter aus 7.000 Firmen mit den Dienstfahrrädern von LAB. Bekannte LAB-Nutzer sind zum Beispiel ING in den Niederlanden, PwC in Deutschland und Boels in allen drei Ländern.

Aber wie funktioniert das LAB-Konzept nun genau? LAB führt ­Unternehmen, deren Mitarbeiter, die Leasinggesellschaft und Fachhändler zusammen. Der Vertrag wird direkt mit den jeweiligen Unternehmen, und damit den eigentlichen Kunden, abgeschlossen. Die Mitarbeiter wählen ihr Wunschrad beim Fachhändler selbst aus, weshalb ihnen eine Vielzahl verschiedener Marken zur ­Verfügung steht. Der Fachhändler wiederum verkauft an die Leasing-Gesellschaft, über die das Rad finanziert wird. Galle erklärt: „Das Leasing des Fahrrads erfolgt über die sogenannte Gehaltsumwandlung. Das bedeutet, dass die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer einen Teil ihres bzw. seines Gehalts als Sachbezug erhält – in diesem Fall für den Zeitraum der Überlassung des Dienstrades. Hieraus ergibt sich dann der Steuer- und Abgabenvorteil für die Mitarbeitenden.“ Wie viel man sparen könne, hänge vom Preis des Fahrrads und von der Höhe des Bruttolohns ab. Galle rechnet mit einer Gesamtersparnis von bis zu 36 Prozent im Vergleich zum Kauf. Ergänzt wird das Angebot um Versicherungsleistungen. LAB’s Pläne in Österreich sind jedenfalls groß, wie Galle sagt: „Langfristig gesehen haben wir die Marktführerschaft im Visier.“

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