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Die Nische im Netz – wie Spezialisten punkten
Nischen-Plattformen wie der Designermoden-Onlinehändler Farfetch machen Amazon & Co. immer öfter Konkurrenz
© Andrey Popov - GettyImages.com

Trends im Silicon Valley

Die Nische im Netz – wie Spezialisten punkten

Über Jahre hinweg haben „Catch-All Plattformen“ wie Facebook, Amazon oder Wikipedia das Internet dominiert. Jetzt erhalten sie Konkurrenz aus der Nische.

Von Sarah Buchner und Lorenz Pallhuber

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11.03.2022
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Facebook war die Nummer eins für soziale Kontakte, Ebay der Ort für Gebrauchtwaren und Wikipedia für Daten und Fakten. Jetzt zeichnet sich jedoch ein neuer Trend ab: vom Alleskönner hin zum Internet der Nische. Hier drei Bereiche, in denen diese Entwicklung bereits beobachtet werden kann und warum nicht nur die steigende Akzeptanz von Online-Tools der Grund dafür ist.

E-Commerce braucht Sicherheit 

Das erste Beispiel, das wir beleuchten, ist E-Commerce. Man glaubt es kaum, aber über Jahre hat es so ausgesehen, als würde im Rennen zwischen den zwei historisch gesehen größten Pla­yern Amazon und Ebay, Ebay die Nase vorn haben. Amazon wurde 1994 gegründet, Ebay nur ein Jahr später. Für die ersten zehn Jahre war der Markt klar auf Ebays Seite. 2004 wendete sich das Blatt und Amazon überholte Ebay im Hinblick auf den Aktienwert klar. Seit damals sind Ebays Aktien um 120 Prozent gestiegen, Amazons Aktien jedoch um sagenhafte fast 8.000 Prozent. Amazon hatte einen entscheidenden Vorteil und erfüllte das Bedürfnis nach Bequemlichkeit. Mit Amazon Prime wurde Online-Shopping plötzlich unglaublich einfach: Versand und Rückversand innerhalb kürzester Zeit gaben den Kunden genau das, was auf Ebay fehlte: Sicherheit und Einfachheit.

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