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Der Spielmacher
Piatnik-Chef Dieter Strehl spielt selbst am liebsten Tarock.
© Ernst Kainerstorfer

Porträt: Dieter Strehl, Piatnik

Der Spielmacher

Seit über 200 Jahren punktet der Wiener Traditionsbetrieb Piatnik bei Groß und Klein mit Spielkarten, Brettspielen und Puzzles. Produziert werden diese im 14. Wiener Bezirk von rund 100 Mitarbeitern. An der Firmenspitze steht der Ururenkel des Firmengründers.

Von Michaela Schellner

04.02.2025
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„Gesellschaftsspiele haben das Potenzial, die Menschen zum Lachen zu bringen, sie stärken die Gemeinschaft und machen Freude“, ist Piatnik-Geschäftsführer Dieter Strehl überzeugt. Der 65-Jährige ist der Ururenkel des ­Firmengründers Ferdinand Piatnik und leitet das zu 100 Prozent im Fa­milienbesitz stehende, mittlerweile 200 Jahre alte Unternehmen in sechster Generation (siehe Kasten „Unternehmensgeschichte“). An seiner Seite steht Wolfgang Mayr-Kern, der nicht zur Familie gehört und die Verantwortung für die Bereiche Produktion, IT und Technik trägt. Strehl kümmert sich um „alles andere“, wie er sagt – ­dazu gehören Finanzen, Sales, die kaufmännischen Agenden, Vertriebsgesellschaften und das Produktsortiment. „Ich finde es wichtig, dass in ­einem Familienunternehmen auch ­Familienmitglieder tätig sind, aber es dürfen nicht zu viele sein, damit man den Blick von außen nicht verliert“, so der Firmenchef zur bewusst so gestal­teten Doppelspitze. Strehl selbst ist ­einer von derzeit 14 Gesellschaftern. Er hält 20 Prozent der Unternehmensanteile, die im Übrigen nur direkte Nachkommen erwerben oder erben können. Über die Jahre pendelte sich die Zahl der Gesellschafter bei etwa einem Dutzend ein. Strehl nennt eine Bandbreite: „Vor 30 Jahren waren es 18, vor 100 Jahren zwölf.“

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