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Burgerinitiative
Das Omnom in Wien 9 zählt zu den besten Burger-Lokalen.
© Omnom Burger

Essen

Burgerinitiative

Der Burger-Boom hat längst seinen Zenit erreicht. Dennoch sperren laufend neue Lokale auf.

Von Gabriel Gantenbein

28.04.2026
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Es hört sich seltsam an, das mit der „alten Kuh“. Es heißt, das Fleisch von älteren Kühen sei geschmacksintensiver und damit einfach besser als das von jungen Rindern. Der Grund dafür: Erst langsam und über Jahre hinweg entstehen im Fett einer Kuh jene Stoffe, die dem Fleisch ein besonderes Aroma verleihen. In Ländern wie Frankreich und Spanien wird seit jeher Fleisch älterer Kühe für die besten Steaks verwendet. Inzwischen gilt das Fleisch älterer Rinder auch in Österreich als Delikatesse.

Deshalb wird es auch immer öfter für Burger ­verwendet, wie das Beispiel XO Grill zeigt. Die Betreiber Benjamin Hofer und Robert Weishuber haben das Unternehmen vor Jahren gegründet, sie führen mittlerweile unter anderem drei Burger-Lokale in Wien, alle mit Fleisch von der „alten Kuh“. Das jüngste XO-Grill-Lokal wurde erst heuer ­eröffnet, im ersten Bezirk in der Riemergasse gleich ­neben dem ebenfalls neuen Luxushotel Mandarin Oriental.

Begonnen hat alles vor einigen Jahren mit einer Filiale in der Kettenbrückengasse, später kam eine Filiale in der Burggasse, Ecke Neubaugasse hinzu. In allen drei Filialen wird aber nicht nur Fleisch von älteren Rindern aus kleinen Schlachthöfen verwendet, die XO-Grill-Betreiber setzen auch auf den Trend mit den knusprigen Smash-Burgern. Hier wird das Fleisch mit viel Druck auf eine extrem heiße Platte gepresst, was eine dünne, karamellisierte Kruste (Maillard-Reaktion) und intensives Röstaroma erzeugt.

Für viele gelten die XO-Burger als die Königsklasse unter den Burgern. In der Riemergasse gibt es neben den klassischen Smash-Burger-Varianten wie House Smash, Classic Cheese Smash und Hot Smash auch erstmals ein Beef Tatar in Form der XO Beef Tartare Roll mit Kartoffelcroutons und frischem Kren. Und es gibt erstmals auch XO Steak-Frites mit Pfeffersauce und perfekten, knusprigen Fries.

Chicken Karate

Relativ neu ist auch das Chicken Karate am Vorgartenmarkt, das im November des Vorjahres eröffnet wurde. Betrieben wird es von den erfolgsverwöhnten Mochi-Betreibern, die in ihrem jüngsten Lokal unter anderem einen Chicken Nanban Burger anbieten – mit knusprigem Hühnerfleisch vom Oberschenkel mit ­süßsaurer Nanban-Sauce, Sauce tartare, Salat und Gurke. Auch eine vegetarische Variante ist im Programm: Der Nasu Tonkatsu Burger besteht aus panierten Melanzani, Tonkatsu-Sauce, Sour Cream, Tomatensalsa und Rucola.

Schanigarten vom Burger-Lokal Hawidere
Im Hawidere im 15. Bezirk kann aus mehr als 20 Burger-Varianten gewählt werden. © Krammer-Windisch Gastrob.GmbH
Außenansicht Restaurant XO Grill
Mittlerweile gibt es in Wien bereits drei XO-Grill-Lokale. Für die Burger-Kreationen wird Fleisch von älteren Rindern verwendet.© XO Grill/Stefan Fuertbauer

Schon lange gilt die Weinschenke in der Franzensgasse im fünften Bezirk als eine der besten Burger-Adressen. Das Fleisch stammt von der Fleischerei Hödl, einer der letzten Wiener Metzgereien, die noch selbst schlachten. Die Auswahl an Burger-Varianten ist groß und reicht vom klassischen Double Cheeseburger bis zu „Depardieus Liebling“ mit hausfaschiertem Fleisch von der Waldviertler Wildsau. Der „ganz normale“ Burger kommt mit Camembert, Roten Rüben und Speck zu Tisch, beim „Wilden Kerl“ hingegen gibt es geräucherten Käse, Irish Cheddar und ein Spiegelei.

Zu den besten Burger-Lokalen zählt auch das kleine Lokal Omnom Burger im neunten Bezirk. Die Rinderpattys sind von durchgehend guter Qualität und werden je nach Variante mit Speck, Halloumi, Cheddar, Essiggurkerl, Röstzwiebeln und Spiegelei serviert.

Im Hawidere im 15. Bezirk werden seit 25 Jahren erstklassige Burger ­serviert, heute mehr als 20 Varianten zur Auswahl. Um sich hier durch alle Variationen durchzukosten, braucht man Wochen. Das Burgerbrot wird im Steinofen auf Fladenart gebacken, das Biorindfleisch stammt aus dem Waldviertel. Dazu gibt es eine großartige Bierauswahl.

Wesentlich jünger ist hingegen das Lokal Neusiedler in Neusiedl am See mit Burger-Varianten, die eine eingeschworene Fangemeinde nicht nur aus dem Burgenland bei Laune halten. Das Beef kommt von der Kultfleischerei Karlo aus Pamhagen. Dazu gibt es ­eine erstaunliche Auswahl an No-Mainstream-Weinen aus dem Burgenland und aus der Welt. Neben den Smashed-Varianten sollte man unbedingt den Puszta-Burger oder den Fisch-Burger probieren.

Eines der ältesten Burger-Lokale in der gehobenen Kategorie ist übrigens das kleine Lokal Die Burgermacher in der Burggasse im siebenten Bezirk. Lange vor dem Burger-Hype war dies das erste gute Burger-Lokal Wiens. Hochwertige Bioprodukte von bäuerlichen Kleinbetrieben werden hier seit Jahren zu Klassikern und innovativen Burger-Kreationen verarbeitet. Alles wird selbst gemacht: von den Pommes und dem Ketchup bis zur Mayonnaise.  Ein verlässliches Burger-Lokal für anspruchsvolle Bürger.

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