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Bewährungsprobe für Immofonds
Der Fonds LLB Semper Real Estate hat sich das Tlapa-Haus in Wien Favoriten schon in der Bauphase gesichert. Größter Mieter wird die Republik Österreich.
© LLB Immo

Immobilien

Bewährungsprobe für Immofonds

Auf dem Immobilienmarkt herrscht wegen der steigenden Zinsen Nervosität. Warum die heimischen Fonds weiter mit stabilen Erträgen rechnen und wo sie Zukaufschancen erwarten.

Von Robert Wiedersich

11.10.2022
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Welche drei Faktoren machen eine gute Immobilie aus? Lage,  Lage, Lage! Die berühmten drei L rückten in den vergangenen Jahren immer weiter in den Hintergrund. Wegen der hohen Nachfrage und der rekordtiefen Zinsen stiegen die Preise auch in weniger guten Lagen stark an, die Renditen für die Vermieter sanken. Doch jetzt steigen die Zinsen, gleichzeitig geraten viele Mieter wegen der hohen Energiekosten unter Druck: „Man wird in Zukunft wieder deutlich mehr nach Lage und Qualität unterscheiden. Das wird sich früher oder später auch auf die Preise auswirken. Nicht in den Toplagen, sondern in den Lagen am Stadtrand ohne gute Verkehrsanbindung. Dort werden Investoren wieder höhere Renditen verlangen, und deshalb kann es zu Preisabschlägen kommen, auch in Wien“, erwartet Peter Karl. Der Chef der Erste Immobilien KAG verantwortet die beiden Immobilienfonds der Erste Bank mit über drei Milliarden Euro Volumen und rund 8.000 Wohnungen.

Noch sind die Preise allerdings auf Rekordniveau: „Es gibt derzeit nur sehr wenige Transaktionen. Viele Investoren warten in einem unsicheren Marktumfeld erst einmal ab und kaufen nicht. Die ersten Auswirkungen bei den Preisen werden erst 2023 sichtbar werden“, so  Karl. Das nächste Jahr wird daher auch für die heimischen Immobilienfonds zur Bewährungsprobe, die gemeinsam über elf Milliarden Euro verwalten. Der Großteil davon ist in Häuser zwischen Wien und Bregenz investiert. Bisher konnten sie selbst in Krisenzeiten ihr Versprechen von stabilen Erträgen bei minimaler Schwankung einhalten. „Ein Immobilienfonds bringt Ruhe in das Portfolio“,  beschreibt es Louis Obrowsky, Manager des auf Gewerbeimmobilien spezialisierten Semper Real Estate der Liechtensteinischen Landesbank (LLB).

Investoren werden wieder höhere Renditen verlangen, deshalb kann es zu Preisabschlägen bei Immobilien kommen.
Peter Karl, Erste Immobilienfonds

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