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Wein
Ambitionierte Quereinsteiger
Doch erstens kommt es anders, und zweitens als Mann denkt. Denn 2006 bot sich die Gelegenheit, einen Weingarten in bester Lage der Freistadt Rust zu erwerben. Die Follners schlugen sofort zu, und vinifiziert wurde im Weingut Feiler-Artinger. Sukzessive konnte die Weingartenfläche in den nächsten Jahren erweitert werden, sodass heute drei Hektar zum Betrieb gehören. Vor allem Gattin Dagmar zeichnet für rigorose Traubenreduktion und akribische Handarbeit in den Weingärten verantwortlich.
2014 kam der Produktionswechsel von Rust nach Gols, wo Freund „John“ Nittnaus den Follners seine Infrastruktur zur Verfügung stellt. In den Ruster Rieden der Follners gedeihen ausschließlich Rotweintrauben, die nach biodynamischen Grundsätzen mit möglichst wenig Eingriffen verarbeitet werden. Blaufränkisch sowie die Bordeaux-Sorten Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc kommen reinsortig oder als Cuvée in die Flasche. Die Bezeichnungen wie „Das Glück“, „Freude pur“, „Liebe pur“ oder „Lebenslust“ spiegeln die Einstellung vom Hobby, das zum Beruf mutierte, wider.
Follner-Weine sind keine Sternschnuppen, die nur kurz aufleuchten, sondern echte Langstreckenläufer mit Marathon-Qualität. Deshalb ist auch jetzt erst der Jahrgang 2021 im Verkauf. Und dann verlangen die Rotweinkreszenzen jede Menge Geduld bzw. Luft, um sich letztendlich im Glas voll zu entfalten. Nicht nur der Primus inter Pares, ein reinsortiger Cabernet Franc mit der Bezeichnung „Privat“, protzt mit dunkler Frucht und jeder Menge Tannin-Power. Eben ein typischer Follner-Wein.



