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Insolvenzstatistik
2025 mit 6.857 Firmenpleiten
Laut KSV1870 mussten 2025 in Österreich 6.857 Unternehmen Insolvenz anmelden – 4,1 Prozent mehr als 2024. Damit rutschten im Schnitt täglich 19 Betriebe in die Pleite. Besonders problematisch ist laut Karl-Heinz Götze, Leiter KSV1870 Insolvenz, der starke Anstieg der mangels Kostendeckung nicht eröffneten Verfahren. Mit über 2.600 Fällen (+8,5 %) machen diese bereits 38 Prozent aller Insolvenzen aus und verursachen erhebliche volkswirtschaftliche Schäden, da Arbeitsplätze schwinden und Gläubiger leer ausgehen. Nicht eröffnet wird eine Insolvenz, wenn das Unternehmen die Verfahrenskosten von maximal 4.000 Euro nicht aufbringen kann. Am stärksten von Insolvenzen betroffen sind Handel, Bauwirtschaft sowie Gastronomie und Beherbergung.
Trotz höherer Fallzahlen sind die vorläufigen Passiva (Stichtag 2. 12. 2025) um 55,8 Prozent auf rund 8,38 Milliarden Euro gesunken. Grund dafür ist die geringere Zahl an Megainsolvenzen mit Passiva über 200 Millionen Euro. Die größte Pleite des Jahres betrifft die Signa Prime Capital Invest GmbH mit 870 Millionen Euro. Auch die Plätze zwei, drei, vier und neun gehören zum Umfeld von René Benko.
2026 wird mit einem ähnlich hohen Insolvenzaufkommen gerechnet, da eine spürbare Entlastung der Unternehmen derzeit nicht absehbar sei.


