Interview
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Trotz Börsenrekorden
10 günstige Aktien mit Potenzial
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Mit der nun – abgesehen von kurzen Korrekturen – schon seit Jahren andauernden Rallye an den Aktienmärkten wächst die Angst vor einer Spekulationsblase, einer Marktsituation, in der die Preise von Aktien aus dem Ruder geraten und weit über ihren fundamental gerechtfertigten Wert steigen. Doch ist diese Befürchtung einer Blase, ausgelöst durch den KI-Hype, tatsächlich gerechtfertigt?
Die Antwort darauf lautet: Nein. Unsere Recherchen zeigen zwar, dass die Märkte im historischen Vergleich keineswegs mehr als günstig zu betrachten sind, aber von einer Blasenbildung sind wir weit entfernt.
Das betont auch Gunter Deuber:
Teuer, aber keine Blase
Als praktische Maßzahl, um abzuschätzen, ob einzelne Aktien bzw. ganze Aktienmärkte günstig oder teuer sind, hat sich das sogenannte Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV, als wichtigstes (wenn auch bei Weitem nicht einziger) Barometer etabliert. Das KGV setzt Gewinne in Relation zur Börsenentwicklung und gibt damit, vereinfacht gesagt, an, wie viele Jahre es theoretisch dauern würde, bis ein Unternehmen seinen Kaufpreis über den Gewinn wieder hereinspült. Das KGV variiert dabei von Branche zu Branche. So haben etwa Technologiekonzerne typischerweise ein höheres KGV als traditionelle Versorger oder Banken, da sie schneller wachsen, was an der Börse entsprechend mit einer höheren Bewertung honoriert wird. Davon abgesehen gelten – als ganz grobe Orientierung – Werte zwischen zehn und 20 im Allgemeinen als normal, darüber wird es tendenziell teuer.
Aktuell haben die Unternehmen des S&P-500-Index ein KGV von 23,5. Der historische Schnitt liegt hier bei 17,4. Damit sind Aktien im bekannten US-Aktienindex in der Tat bereits stolz bewertet. Dennoch befindet sich der Index damit noch nicht in einer Blase, denn im Jänner 2025 lag das KGV des S&P 500 sogar über 24. Das heißt: Trotz einer veritablen Rallye (der Index hat seither rund 30 Prozent an Wert gewonnen) sind die Aktien nicht teurer, sondern im Durchschnitt sogar etwas günstiger geworden.
Der Grund: Die Gewinne der Unternehmen sind stärker gestiegen als die Kurse ihrer Aktien. Und auch überproportional stark zum Umsatz, was wiederum von steigender Profitabilität zeugt. Kurzum: Die aktuell hohen Bewertungen sind nicht auf Luft gebaut, sondern sehr wohl fundamental untermauert.
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