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Dr. Georg Wailands Börsentipps
Wer breit streut, kann trotz Krisen investieren
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Wie sich die Märkte entwickeln
Von einem wahren Frieden ist keine Rede, dafür tönt das Kriegsgerassel immer lauter: Gegenseitige Provokationen gehören zum schlechten Ton, geballte Fäuste und das Drohen mit noch mehr Waffen und Drohnen sind Alltag geworden. Das spiegeln auch die Börsen wider: Es ist noch nicht lange her, da gab es einen massiven Boom Richtung Rüstungsindustrie. Der ist inzwischen abgeflacht, aber die Auftragsbücher in dieser Branche sind prall gefüllt. Das signalisiert, dass niemand dem Frieden wirklich traut, jede Provokation kann neue Bombardements auslösen.
Die Fieberkurve des Ölpreises ist ein bemerkenswerter Indikator: Erst schnellt der Preis über die 130-Dollar-Marke, das hätte auf Dauer eine schmerzhafte Inflation gebracht. Aber es dauerte nicht lange, und der Ölpreis sackte auf 80 Dollar ab. Was zeigt: Beide Seiten wollen eine totale Eskalation vermeiden. Und es signalisiert auch, dass Rohöl noch lange weltweit ein begehrter Stoff bleiben wird. Börsianer können das auch anhand der hohen Gewinne der Konzerne beobachten, diese Quelle versiegt nicht so schnell.
Gedreht hat sich die Abwärtsspirale bei Gold und Silber: Beide sind wieder begehrt, schlaue Investoren kaufen regelmäßig in kleineren Portionen zu.
Spielentscheidend bleibt die geopolitische Entwicklung. Politprofis haben beobachtet, dass US-Präsident Trump mit seiner „Hoppla, jetzt komme ich“-Methode gegen die Revolutionsführer im Iran nicht wirklich erfolgreich agiert. Er unterschätzt deren Schläue und Härte und überschätzt seine militärischen Möglichkeiten. Europa hat durch dieses Taktieren auf beiden Seiten die Chance erhalten, sich zu formieren und doch koordinierter vorzugehen, als das am Anfang der Fall war. Aber die Lunte glost weiter …


