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Mieteinnahmen als Zusatzpension
Altersvorsorge Wohnung
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Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um sich eine Wohnung zur Altersvorsorge zu kaufen? Oder soll man lieber auf fallende Preise warten? Schließlich hat die EZB die Zinsen erst im September angehoben. Bis Jahresende könnte ein weiterer Zinsschritt folgen. Für den heimischen Immobilienmarkt sind steigende Zinsen ein Dämpfer.
Auf kräftige Preisrücksetzer und viele Schnäppchen sollte man aber wohl nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre nicht hoffen, genauso wenig wie auf eine Rückkehr der Boomjahre. 2022 ging die Phase der Nullzinsen mit den stärksten Anhebungen in der Geschichte der EZB zu Ende. Damals endete nach 17 Jahren auch der längste Immobilienboom der letzten Jahrzehnte in Österreich. Das führte zu einem Einbruch der Zahl der Wohnungsverkäufe, vor allem im Neubau. Die Preise gaben aber, anders als von vielen erwartet, kaum nach. „Zwischen Ende 2022 und Ende 2024 sind die Immobilienpreise in Österreich um 5,3 Prozent gesunken“, sagt Matthias Reith, Immobilienanalyst bei der Raiffeisen Bank International. Die Preisrückgänge fanden vor allem am Gebrauchtwohnungsmarkt statt. Im Neubau gab es wegen gestiegener Baukosten kaum Spielraum für Preissenkungen. „2025 hat der Markt schließlich wieder Fahrt aufgenommen, Wohneigentum ist im Vorjahr um ein Prozent teurer geworden. Für heuer erwarten wir 2,5 Prozent“, so Reith. Wer jetzt eine neu gebaute Vorsorge- oder Anlegerwohnung kauft – die Begriffe werden meist synonym verwendet –, muss sich also auf moderate Preisanstiege einstellen, die aber immer noch unter der Inflation liegen.
Wie viel kostet eine Anlegerwohnung?
Das auf Immobiliendaten spezialisierte Unternehmen Exploreal hat exklusiv für GEWINN alle Käufe von neuen Anlegerwohnungen der vergangenen eineinhalb Jahre in den drei größten heimischen Städten erhoben. In Wien, dem mit Abstand größten Markt für Anlegerwohnungen, wurden 662 Einheiten nachweislich von Anlegern gekauft. „Der Quadratmeterpreis stieg im Vergleich zur letztjährigen Erhebung von 5.850 auf rund 6.000 Euro. Der Medianpreis für ganze Wohnungen lag bei 305.000 Euro. Im zweitgrößten Markt, Graz, stieg der Quadratmeterpreis bei 128 verkauften Wohnungen von 4.600 auf rund 4.800 Euro. In Linz wurden nur 30 Vorsorgewohnungen verkauft. Hier stieg der Preis leicht von rund 4.950 auf 5.000 Euro“, analysiert Alexander Bosak, Gründer von Exploreal. Wichtigster Wiener Bezirk für Anleger ist mit 191 verkauften Wohnungen zum wiederholten Mal die Donaustadt. In dem Bezirk über der Donau wird am meisten gebaut, hier gibt es das größte Angebot und die Preise waren mit 5.650 Euro deutlich günstiger als im Wien-Schnitt.
Zusätzlich hat GEWINN wieder die größte Übersicht an derzeit verfügbaren Wohnungen für Anleger erstellt. Dort finden Sie über 3.900 freie Wohnungen in über 100 Projekten von Wien bis Klagenfurt. Einstiegspreise unter 200.000 Euro sind dabei auch bei neuen Ein- und Zweizimmerwohnungen mittlerweile die Ausnahme.
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