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Interview
„Die Angst vor stark sinkenden Preisen ist vorbei“
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Eugen Otto ist mit dem Immobiliengeschäft aufgewachsen. Seine Mutter gründete 1956 eine kleine Hausverwaltung im ersten Bezirk in Wien, 1990 übernahm der Sohn. Kurzfristige Marktschwankungen stellt Otto gerne der langfristigen Entwicklung am heimischen Immobilienmarkt gegenüber.
GEWINN: In der Immobilienbranche drücken die steigenden Zinsen auf die Stimmung. Das Umfeld für Bauträger ist nach wie vor schwierig. Haben Sie die Sorge, dass die halbfertigen oder gar nicht erst begonnenen Bauprojekte in der Stadt immer mehr werden?
Otto: Es gibt durchaus Unternehmen, die genau solche Projekte mit einem klaren Verwertungskonzept und zu deutlichen Preisabschlägen kaufen. Das kann ein halbfertiger Neubau sein oder ein noch nicht entwickeltes Zinshaus. Die Käufer sind Unternehmen ohne Altlasten, die daher auch von
den Banken nach wie vor finanziert werden.
GEWINN: Welche Preisabschläge sind bei solchen steckengebliebenen Projekten möglich?
Otto: Das können schon 40 Prozent oder mehr im Vergleich zum Höchstwert aus dem Jahr 2022 sein. Die Immobilienpreise waren damals aber auch am höchsten Niveau aller Zeiten.
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