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Kunstmarkt
Kunst + Krise = Chance
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„Die Kunst ist in einer Krise. Alle Gebiete sind in einer Krise“, konstatierte Joseph Beuys 1972 bei seiner Teilnahme an der Documenta 5 in Kassel. Dasselbe lässt sich auch ein halbes Jahrhundert später behaupten. „Die Kunstbranche hat während der Pandemie ein unerwartetes Hoch erlebt, jetzt schlägt das Pendel wieder zurück“, meint Otto Hans Ressler, Inhaber des gleichnamigen Wiener Auktionshauses. „Natürlich nützen die Krisen in der Welt nicht wirklich, und der Kunstmarkt ist eine Mimose – er reagiert auf alles.“ Einiges sei aber auch selbstverschuldet, analysiert der Auktionator: „Die Preise wurden angesichts der großen Nachfrage kräftig erhöht, und jetzt stehen viele Galeristen mit den hohen Preisen da. Verkaufen können sie nicht, reduzieren können sie auch nicht.“ Kaum einer sei zu so einem radikalen Schnitt bereit wie die legendäre Pace Gallery, die 30 Prozent ihrer Künstler verabschiedet hat, darunter auch Hermann Nitsch.
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