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Einfach besser anlegen mit Martin Mayer
Warum Gold im Irankrieg fällt, statt zu steigen
Viele Anleger verbinden mit einer Investition in Gold eine Absicherung für Krisenzeiten. Wenn es so richtig kracht, sollte der Goldpreis als „Hort der Sicherheit“ an Wert zulegen. Doch warum hat der Goldpreis vom Ausbruch des Irankriegs bis zum Redaktionsschluss am 25. März fast 20 Prozent verloren? Benjamin Louvet, Rohstoffexperte bei Ofi Invest Asset Management, nennt dafür drei Gründe:
Erstens droht durch den Irankrieg und die damit verbundene Störung der Öl- und Gasversorgung ein Anstieg der Energiepreise, was wiederum ein Wiederaufflammen der Inflation zur Folgen haben könnte. Viele Marktteilnehmer fürchten daher, dass die erwarteten Zinssenkungen nicht und im schlimmsten Fall sogar Zinserhöhungen kommen könnten. „Da Rohstoffe keine Zinsen oder Dividenden abwerfen, leiden sie unter solchen Korrekturen. Insbesondere Gold und Silber sind davon betroffen“, so Louvet.
Zweitens wird der US-Dollar in der aktuellen Krise wieder als „sicherer Hafen“ aufgewertet, was wiederum Druck auf den Goldpreis ausübt, weil Gold in US-Dollar gehandelt wird.
Drittens könnte Gold Opfer seines eigenen Erfolgs werden, da viele Investoren die angelaufenen Gewinne ihrer Goldinvestments realisieren. Darüber hinaus könnten auch betroffene Nachbarstaaten Teile ihrer umfangreichen Goldreserven verkaufen, um die hohen Verteidigungskosten zu stemmen. Warum Gold dennoch eine sinnvolle Beimischung ist, lesen Sie hier.


