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Lateinamerikanische Kunst
Viva Latina!
„Sie hielten mich für einen Surrealisten, aber das war ich nicht. Ich habe nie Träume gemalt, ich habe nur meine eigene Realität gemalt.“ Auch wenn Frida Kahlo selbst zeitlebens bestritt, eine Vertreterin des Surrealismus zu sein, wurde und wird sie doch bis heute oft in diese Schublade gesteckt. Verantwortlich dafür war der Frontman dieser Kunstrichtung, André Breton, der die Künstlerin 1938 kennenlernte und sie – begeistert von ihrem Werk – kurzerhand zur Surrealistin erklärte.
Ob Kahlo sich nun selbst als Surrealistin betrachtete oder nicht, hatte jedenfalls keinen Einfluss auf das Bietergefecht, das im November 2025 bei Sotheby’s den Preis für ihr Ölgemälde „El sueño (La cama)“ auf umgerechnet 47,27 Millionen Euro klettern ließ. Denn – Überraschung! – „der Surrealismus ist nach wie vor die gefragteste Strömung innerhalb der lateinamerikanischen Kunst“, erklärt Anna Di Stasi, Leiterin des Departments Latin American Art bei Sotheby’s. Das Auktionshaus erreichte 2025 einen Marktanteil von mehr als 66 Prozent in diesem Segment. „Die Sichtbarkeit eines solch historischen Ergebnisses, der höchste Auktionspreis, der jemals für eine Künstlerin erzielt wurde, und das wertvollste lateinamerikanische Kunstwerk der Geschichte, hebt die gesamte Kategorie unweigerlich auf ein neues Niveau.“
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