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GEWINN-Empfehlungen im Rückblick
Trotz Irankrieg – Kursanstiege auf breiter Front
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In den vergangenen Monaten seit Veröffentlichung der März-Ausgabe von GEWINN hat sich auf der geopolitischen Bühne sehr viel ereignet, was insbesondere auch die Inflationserwartungen und damit auch die Zinsen stark beeinflusst hat. Noch bis Februar 2026 schien der Inflationsdruck im Euroraum weitgehend unter Kontrolle. Doch dieses Bild änderte sich im Frühjahr rasch. Von 1,9 Prozent im Februar beschleunigte sich im Einklang mit steigenden Ölpreisen die Teuerungsrate bis Mai auf 3,2 Prozent. Gleichzeitig hoben die Volkswirte des Eurosystems im März ihre Inflationsprognose für 2026 von 2,6 auf drei Prozent an. Am 11. Juni reagierte die EZB und erhöhte alle drei Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte. Damit rückten Inflationsrisiken und die weitere Zinsentwicklung wieder stärker in den Mittelpunkt der Märkte.
Danach sorgte vor allem der Ölpreis für Turbulenzen. Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten und Fortschritte bei Verhandlungen drückten die Notierungen, Rückschläge ließen sie wieder kräftig steigen. Im Euroraum ging die Inflationsrate im Juni auf 2,8 Prozent zurück und stieg im Juli lediglich leicht auf 2,9 Prozent. Die EZB ließ ihre Leitzinsen am 23. Juli unverändert, ebenso die Fed am 29. Juli mit ihrer Fed-Fund-Rate-Zielspanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Die weiteren Zinserwartungen bleiben entsprechend schwankungsanfällig.
An den Aktienmärkten erwies sich die zwischenzeitliche Korrektur bei Halbleiterwerten hingegen als kurzlebig. Der Datencenter-Investitionsboom ist noch immer voll im Gange. Der Nasdaq-100-Index brach erneut nach oben aus und liegt im Fünfmonatszeitraum vom März bis zum August 2026 mit 18,5 Prozent im Plus. Der S&P 500 gewann 12,6 Prozent, während der DAX mit 8,3 Prozent gemächlicher zulegte. Der ATX brachte es, getrieben von OMV und den schwer gewichteten Finanzwerten, im selben Zeitraum sogar auf 20,7 Prozent.
Ein ausgewogener Empfehlungsmix aus Finanzwerten, Schwellenländeraktien und kleineren Unternehmen bescherte den Top-Ten-Empfehlungen ein durchschnittliches Plus von 25,2 Prozent.


