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Bondmärkte in Aufruhr
Rekordrenditen bei Anleihen
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Die Wahl ist dem neuen Chef der US-Notenbank Fed, Kevin Warsh, wohl nicht leichtgefallen: Auf der einen Seite war es für die Fed angesichts der Tatsache, dass die Inflation schon seit Jahren konstant über der Zielinflationsrate von zwei Prozent liegt, ein Gebot der Stunde, mit einer Anhebung der Leitzinsen gegen den Preisdruck anzukämpfen. Auf der anderen Seite steht US-Präsident Trump, der ihn für das Amt des Notenbankchefs nominiert hatte und lautstark niedrige Zinsen zur Ankurbelung der Wirtschaft fordert.
Warsh und die weiteren Mitglieder des Federal Open Market Committees entschieden sich für Ersteres und hoben die US-Leitzinsen im September um 0,25 Prozentpunkte an. Damit hat die Notenbank laut Experten wie Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust, ihre Glaubwürdigkeit verteidigt: „Die Fed reagiert mit ihrer Zinserhöhung auf den anhaltenden Preisauftrieb. Da dieser nicht nur an Energie und dem Nahostkonflikt liegt, ist das ein wichtiger Schritt.“ Damit konnte ein weiterer Verlust an Vertrauen in die USA, den weltweit größten Anleihenschuldner, und in ihre Institutionen verhindert werden.
Das ist aus Sicht von Marktteilnehmern beruhigend, denn die Renditen für US-Staatsanleihen, die auch als Gradmesser für das Vertrauen in die USA gelten, waren schon auf Niveaus gestiegen, wie man sie zuletzt zu Zeiten der Finanzkrise gesehen hatte, bzw. sind die Kurse von US-Staatsanleihen entsprechend auf tiefe Niveaus gesunken.
Damit befindet sich der US-Anleihenmarkt aber in guter Gesellschaft, denn rund um den Globus bewegen sich die Anleihenkurse aktuell auf tiefen Niveaus bzw. die Renditen auf entsprechend hohen (siehe Grafik).
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