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„Spitzenmedizin auf E-card gehört zu Österreich wie Lipizzaner“
„Die Bevölkerung erwartet sich endlich klare und durchschaubare Strukturen. Eine Bündelung beim Bund würde vieles transparenter machen.“: Peter McDonald, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)
© Archiv

Interview mit Peter McDonald

„Spitzenmedizin auf E-card gehört zu Österreich wie Lipizzaner“

Seit Jänner 2025 sitzt Peter McDonald als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Österreichischen Gesundheitskasse auf dem Kutschbock eines Multimilliardenkonzerns. In der Öffentlichkeit weiß man wenig über diesen Finanz-Moloch, gestritten wird eher über populäre Themen à la „Wartezeiten auf einen Arzttermin“. Es ist eine Herkulesaufgabe, die er zu schultern hat.

Von Georg Wailand

07.01.2026
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Erfahrung für diesen Job hat er genügend: Als Chef der Sozialversicherung der Selbständigen hat er schon vor Jahren ein fokussiertes Gesundheitsprogramm (Slogan „Selbständig gesund“) eingeführt, er sammelte Führungserfahrung in der ÖVP-Zentrale und dann sieben Jahre lang bei dem Med-Tech-Weltkonzern Johnson & Johnson, ehe er sich jetzt für fünf Jahre der Zukunft des Gesundheitswesens und der Sozialversicherung widmen wird. GEWINN-Herausgeber Georg Wailand hat er offen auf heikle Fragen geantwortet, in der Hoffnung auf Entpolitisierung im Gesundheitswesen hin zu einer Versachlichung, um eine Verbesserung in einem riesigen Bereich, der praktisch jeden Bürger betrifft, zu erreichen.

GEWINN: Über viele Unternehmen weiß man in Österreich recht viel, der gigantische Sozial- und Gesundheitsbereich hingegen wirkt wie eine Geheimwissenschaft. Um welche Beträge geht es da?

McDonald: In der Gesundheitskasse bewegen wir rund 21 Milliarden Euro für 7,6 Millionen Kundinnen und Kunden. Österreichweit haben 9,1 Millionen Menschen eine E-card von der Sozialversicherung und sind damit krankenversichert.

GEWINN: Welche „Firmen“ quasi sind da im Einsatz, die Öffentlichkeit hat da sicher zu wenig Kenntnis davon.

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