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Faktor-ETFs

Smarter mit ETFs investieren

Mit Faktor- bzw. Smart-Beta-Investing kann man systematisch einen Mehrertrag erwirtschaften. GEWINN beschreibt, wie man das in der Praxis mit ETFs umsetzen kann.

Von Martin Mayer

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01.09.2026
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Immer Menschen setzen bei ihrer Geldanlage auf börsennotierte Indexfonds bzw. Exchange-Traded Funds (ETFs), weil man damit einfach, kostengünstig und breit gestreut in Aktien-, Anleihen- und andere Märkte investieren kann, ohne eine aufwendige Auswahl einzelner Wertpapiere treffen zu müssen und das richtige Markt-Timing zu erwischen – was ohnehin niemandem auf Dauer gelingen kann. Doch ist das schon der Weisheit letzter Schluss oder gibt es da noch eine ausgefeiltere Variante, mit der man systematisch und ohne sprichwörtliche Glaskugel den Ertrag steigern und/oder das Risiko senken kann? Die Antwort lautet: Ja, Faktor- bzw. Smart-Beta-Investing ist eine wissenschaftlich fundierte Strategie, die einem ETF-Portfolio noch einen kleinen Ertragsturbo bringen kann. Und wie sich das in der Praxis umsetzen lässt, lesen Sie im nachfolgenden Beitrag.

Was sind Faktoren?

Bekannte, klassische Aktienindizes wie der MSCI World oder der FTSE All-World sind dabei für viele die Basis ihrer Geldanlage. Diese Indizes orientieren sich streng an der Marktkapitalisierung, was bedeutet, dass die wertvollsten Unternehmen der Welt ganz automatisch auch das größte Gewicht im Portfolio erhalten. Genau hier setzt Faktor- bzw. Smart-Beta-Investing an. Bei dieser Anlagephilosophie geht es darum, sich nicht einfach am Börsenwert von Unternehmen zu orientieren, sondern Aktien nach ganz bestimmten, wissenschaftlich fundierten Eigenschaften zu filtern.

Diese sogenannten Faktoren sind dabei der Quell für zusätzliche Renditechancen oder für eine mögliche Reduktion der Schwankungen: Die Finanzwissenschaft hat im Laufe der Jahrzehnte eine ganze Reihe solcher Renditetreiber identifiziert, von denen sich vier als besonders robust und praxistauglich erwiesen haben (siehe Übersicht unterhalb).

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