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Einfach besser anlegen mit Martin Mayer
Sind Megakonglomerate jetzt wieder in?
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Als ich in den 1990er-Jahren mein BWL-Studium absolvierte, galten große Mischkonzerne als absolut out, während schlanke, hochspezialisierte Unternehmen – insbesondere von Beratungsunternehmen – gefeiert wurden. Die haben dann auch prächtig daran verdient, als stolze Megakonzerne mit unzähligen Tochterfirmen in unterschiedlichsten Bereichen fast bis zur Unkenntlichkeit filetiert und deren Töchter dann separat an die Börse gebracht wurden. Als Beispiele dienten traditionsreiche Megakonglomerate wie General Electric aus den USA oder Siemens aus Deutschland.
Doch wenn man sich die Entwicklung im Technologiesektor, insbesondere in den USA, ansieht, bekommt man den Eindruck, dass übergroße, schwer durchschaubare Firmenkonglomerate wieder „in“ werden. Wer von Ihnen hat noch den Überblick, was Unternehmen wie Amazon, Meta Platforms oder Alphabet eigentlich alles machen? Und den Vogel schießen lange kolportierte Überlegungen ab, die unlängst von Elon Musk himself bestätigt wurden: Derzeit wird eine mögliche Fusion von dem ohnehin schon schwer überschaubaren SpaceX-Konzern mit Tesla geprüft. Ob das im Sinne der Aktionäre dieser Unternehmen ist, bleibt trotz in Aussicht gestellter Synergieeffekte mehr als zweifelhaft. Als sicher gilt hingegen, dass Musk davon profitieren würde, der damit sein hohes Maß an Kontrolle, das er bei SpaceX genießt, auch auf Tesla ausweiten könnte – zulasten der „lästigen“ Aktionäre.


