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Semmeringer Schlössl sucht Schlossherren
Blick auf das Silbererschlössl, im Hintergrund die grünen Dächer des Südbahnhotels und die wolkenverhangene Rax.
© Saluki Beteiligungsverwaltungs GmbH/Property Photos

Semmering

Semmeringer Schlössl sucht Schlossherren

Das Silbererschlössl wird auch „das kleine Neuschwanstein“ genannt. Nun steht das zwischen Panhans und Südbahnhotel gelegene Anwesen zum Verkauf. 

Von Robert Wiedersich

27.03.2024
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Auf Panoramaaufnahmen des Semmerings sind sie ein Blickfang, die markanten Türmchen des Silbererschlössls, die zwischen all den Villen und ehemaligen Grand­hotels aus dem Wald ragen. Doch noch besser ist der Rundumblick vom Schlössl selbst – das über einen eigenen Aussichtsturm verfügt – auf die Umgebung der Weltkulturerberegion. Er reicht über das benachbarte ­Südbahnhotel bis zur Rax, über die Strecke der Semmeringbahn und die Skiweltcuppiste.

Die prominente Lage auf knapp über 1.000 Metern Seehöhe an der Hochstraße, der früheren Flaniermeile der noblen Sommerfrischler, passt zum Erbauer des Schlössls, Viktor ­Silberer. Der exzentrische Millionär war ein Tausendsassa und unter anderem Journalist, Zeitungsverleger, Politiker, Luftfahrtpionier und Förderer des Tourismus am Semmering. 1894 ließ er sich die standesgemäße Villa im Stil von Schloss Neuschwanstein erbauen.
 
Dank eines eigenen Elektrizitätswerks war es das erste Haus im Ort, das über Strom verfügte. Doch ­Silberer fehlte wegen seiner vielen ­Tätigkeiten bald die Zeit für seinen geliebten Semmering. 1920 verkaufte er das nur mehr selten genutzte Schlössl, das fortan eine wechselvolle Geschichte erlebte. Es wurde nach dem Krieg als sowjetische Kommandantur und Semperit-Mitarbeiterheim genutzt. Dennoch sehen viele der Innenräume heute noch so aus wie zu Silberers ­Zeiten, mit mächtigen Holzkassettendecken, bunten Glasfenstern und ­einem imposanten Kachelofen.

Nach langem Leerstand drohte das Schlössl aber vor einigen Jahren zu verfallen. Ein niederösterreichisches Unternehmerpaar rettete das Haus 2016 mit einer Sanierung und verkaufte es 2020 an die deutsche Schiffsbauerfamilie Lürssen. Es ist nicht ihr einziges Investment in ­Österreich. So kaufte sie Frank ­Stronachs Pferderennbahn Magna ­Racino und in Hallstatt, und im Wiener Palais Schwarzenberg arbeitet sie an Hotelprojekten.

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