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Runter mit der Stromrechnung!
Wer Stromfresser im Büro eliminiert, kann Stromkosten drücken und hat bei der nächsten Rechnung leicht lachen.
© contrastwerkstatt - GettyImages.com

KMU: Energiesparen

Runter mit der Stromrechnung!

Wie kann man den Stromfressern im Betrieb zu Leibe rücken? GEWINN hat Energiespartipps.

Von Herwig Wöhs

30.09.2022

Abgesehen von Hochöfen, Maschinen und Co. – wo verbraucht man im Unternehmen Energie? Gehen Sie einfach einmal bewusst und mit offenen Augen durch Büro, Werkstätte oder Lager, um die  Stromfresser zu identifizieren. Wer vorher einen Blick auf seine Stromrechnung macht, kann schon im Vorfeld einschätzen, wo die Verbraucher zu finden sind. Rund 60 Cent pro kWh  beträgt der aktuell günstigste Strompreis für neue Gewerbekunden, bei  Bestandskunden weist der Energiemonitor der e-control Kosten von 1.800 bis knapp 13.000 Euro für einen Gewerbebetrieb mit 8.000 kWh/a Jahresverbrauch aus. Darüber hinaus hat das Klimaministerium mit Mission 11 (mission11.at) die Initiative gestartet, auf dem Weg zur Energiewende elf Prozent Energie zu sparen, dazu sind Unternehmen wie Private aufgerufen.

Das Stand-by-Märchen  

Der berüchtigte Stand-by-Verbrauch, der in Österreich angeblich so viel Strom verbraucht, wie ein durchschnittliches Donaukraftwerk erzeugt, kann jedenfalls durch den Einsatz von Schaltsteckdosen (ab 4,90 Euro) auf null reduziert werden. Zwar dürfen moderne Ladegeräte seit 2013 im Stand-by nur noch ein Watt (Geräte ohne Display nur 0,5 Watt) verbrauchen, viele Geräte sind aber älter als zehn Jahre und verbrauchen dann deutlich mehr Strom. Und viele Hersteller erreichen diese Werte erst beim echten Deep Sleep etwa eines  Druckers. Fährt das Gerät „nur“ auf  Stand-by zurück, um bei einem erneuten Ausdruck schnell wieder verfügbar zu sein, wird die Ein-Watt-Vorgabe bei Weitem nicht erreicht. Steht die Neuanschaffung eines Druckers ins Haus, sollte aus Verbrauchsgründen ein moderner Büro-Tintenstrahldrucker ins Auge gefasst werden, der muss nicht bei jedem Ausdruck teuer aufgeheizt werden.

Eine simple Schaltsteckdose schaltet nach Arbeitsschluss Drucker,  Netzgeräte, Ladestecker etc. einfach ab. Wer als Letzte oder Letzter Büro oder Werkstätte verlässt, kontrolliert, ob alle Steckerleisten ausgeschaltet sind, das kann auch in einen kleinen kollegialen Wettbewerb verpackt sein. Den Akku z. B. der Bohrmaschine über Nacht zu laden ist keine gute Idee, hier empfiehlt sich, eine Zeitschaltuhr (ab 19,90 Euro) einzusetzen, die das Ladegerät der Akkuwerkzeuge etwa ab Mitternacht abschaltet, dann wird kein Strom mehr unnötig verbraucht.

Strommessgeräte, die den Verbrauch an einer Steckdose anzeigen, können dazu verwendet werden, Stromfresser zu entlarven. Das kann zum Beispiel der (Uralt-)Kühlschrank im Pausenraum sein oder die dauernd eingeschal tete Kaffeemaschine. Alternativ können auch das (dafür freigeschaltete) Smart Meter oder eine WLan-Steckdose samt App messen. 

Wie aber den Verbrauch von Geräten messen, die direkt angeschlossen sind? Hier können innovative Messgeräte wie etwa das iWatt Meter von Watt Analytics (für Verbraucher bis 25.000 kWh/a ab 285 Euro) gute Dienste leisten, da sie über Verbrauchsmuster den Verbrauch einzelner Geräte erlernen und anzeigen können. Die Smart phone-App Smappee (ab 220 Euro für die Messbox) misst Energiefluss und dazugehörige Ein- und Ausschaltzeiten. Hier muss man sich anfangs als Energiedetektiv betätigen, da das Tool nicht alle Geräte automatisch erkennt und die einzelnen Verbraucher zugeordnet werden müssen. Der Current Cost EnviR dagegen läuft mit Batterien und muss deshalb nicht im Zählerkasten von einem Elektriker angeschlossen werden.

Abbildung eines Smartphones mit der Smappee App
Die Smartphone-App Smappee misst den Energiefluss und die dazugehörigen Ein- und Ausschaltzeiten.© smappee

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