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Konjunktur
Neue Rekorde bei Börsengängen
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Hinter dem globalen IPO-Markt (IPO steht für Initial Public Offering) liegt ein ereignisreiches zweites Quartal. Die Zahl der Börsengänge ist im Jahresvergleich leicht von 246 auf 250 gestiegen, aber das Emissionsvolumen wuchs massiv von 32,1 auf 144,8 Milliarden US-Dollar. Das geht aus einer Analyse von EY hervor, womit sogar der höchste Wert seit 2003, dem Beginn der EY-Aufzeichnungen, erreicht wurde.
Der wesentliche Grund dafür war das größte IPO aller Zeiten – der Börsengang von SpaceX mit einem Emissionsvolumen von 86,2 Milliarden Dollar. Damit schließt das erste Halbjahr mit einem Rückgang der IPO-Aktivität um zwölf Prozent mit 483 Börsengängen und einem deutlich gestiegenen Emissionsvolumen um 201 Prozent auf 186,8 Milliarden Dollar. „Der Rekord-Börsengang von SpaceX führt eindrucksvoll vor Augen, welche Aufnahmekapazität der internationale Kapitalmarkt hat“, sagt Martina Geisler, Leiterin IPO und Partnerin bei EY Österreich. Übrigens: Auch der Gasmotorenhersteller Innio mit Tiroler Wurzeln (ehemals Jenbacher) ist heuer in New York an die Börse gegangen und hat dort 2,4 Milliarden Dollar von Investoren eingesammelt.
Im zweiten Halbjahr dürfte sich der positive Trend fortsetzen, denn die IPO-Pipeline ist gut gefüllt, und ein Riese hat bereits zu weiterem Wachstum beigetragen: Der Börsengang des chinesischen Chipherstellers Changxin Memory Technologies (CXMT) brach Ende Juli gleich mehrere Rekorde. Die Aktie schoss am ersten Handelstag zeitweise um 535 (!) Prozent in die Höhe. Mit einem Börsenwert von umgerechnet rund 530 Milliarden Dollar hat CXMT inzwischen auch den Internetkonzern Tencent überholt und ist zum wertvollsten chinesischen Unternehmen aufgestiegen. Das Emissionsvolumen lag bei 8,6 Milliarden Dollar.



