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Konjunktur
Endlich weniger Pleiten!
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Good News in Sachen Firmenpleiten. Nach den Insolvenzanstiegen der vergangenen Jahre hat sich die Situation heuer beruhigt: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Österreich ist im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahresniveau um 5,8 Prozent auf 1.881 gesunken. Damit ist Österreich das einzige der drei D-A-CH-Länder, in dem die Insolvenzzahlen zurückgegangen sind (in Deutschland und der Schweiz gab es deutliche Anstiege). Das geht aus einer Analyse von Dun & Bradstreet hervor.
Zur Situation in Österreich meint Dun-&-Bradstreet-Experte Dirk Radetzki: „Ein Teil der Unternehmen, die durch die Normalisierung nach der Pandemie unter Druck geraten waren, hat die Insolvenz inzwischen durchlaufen, das entlastet die Statistik.“ Gleichzeitig würden viele Betriebe freilich noch immer geschwächte Bilanzen aus mehreren Jahren mit Inflation und steigenden Lohn- und Finanzierungskosten tragen.
In den Bundesländern zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Die meisten Insolvenzen entfielen weiterhin auf Wien, die stärksten Rückgänge verzeichneten Salzburg, Burgenland und Tirol. Auf Branchenebene meldeten der Handel und die Bauwirtschaft die meisten Insolvenzen. Interessant: Entgegen der sinkenden Gesamtzahl haben Insolvenzen bei etablierten Unternehmen mit einem Alter von mindestens 16 Jahren deutlich zugenommen. „Das beobachten wir in der gesamten D-A-CH-Region“, sagt Radetzki. Viele dieser Betriebe hätten ihr Geschäftsmodell unter ganz anderen Kosten- und Nachfragebedingungen aufgebaut und stünden jetzt vor strukturellen Umbrüchen wie der Digitalisierung, der Energiewende und dem Fachkräftemangel.



