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„Kriegsende in der Ukraine wäre der große Wumms für Europa“
Erich Pitak, Börsenexperte: „Im Mehrjahreschart steigen Gold und vor allem Silber exponentiell, immer rascher – schön, aber gefährlich. Dazwischen kann es immer wieder kräftige Korrekturen setzen.“
© Pepo Schuster, austrofocus.at

Interview

„Kriegsende in der Ukraine wäre der große Wumms für Europa“

Börsenexperte Erich Pitak geht von weiteren Zinssenkungen in den USA aus, was die Märkte weiter antreiben könnte – hält aber auch zwischenzeitige Korrekturen 2026 für möglich.

Von Martin Mayer

05.01.2026
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Erich Pitak lässt sich als Banksachverständiger, Aufsichtsrat und Finanzbuchautor mit jahrzehntelanger Erfahrung auch durch die hohen Kursniveaus an den Aktienmärkten nicht aus der Ruhe bringen. Schließlich hat er seit dem großen Börsencrash 1987 bereits zahlreiche Kurseinbrüche miterlebt, von denen sich die Börsen wieder erholt haben. Das könne seiner Ansicht nach auch 2026 passieren, obwohl er positiv für das heurige Börsenjahr gestimmt ist.

GEWINN: Nach drei Jahren starker Zuwächse steigt die allgemeine Nervosität an den Märkten. Wie nervös sind Sie in Bezug auf 2026?

Pitak: Als junger Leiter der Vermögensverwaltung einer Privatbank erlebte ich schon den „Schwarzen Montag“ im Oktober 1987: minus 20 Prozent an einem Tag – was soll mich noch nervös machen? Altmeister Warren Buffett sagt: „Wenn Sie nicht bereit sind, eine Aktie zehn Jahre lang zu halten, dann sollten Sie nicht einmal daran denken, sie auch nur zehn Minuten lang zu besitzen.“ Ja, zehn bis 20 Prozent Kursrückgang sind an den Aktienmärkten immer möglich, mit viel Pech auch 2026. Selbst dann wäre wohl die Aktien-Hausse noch nicht zu Ende. Eher werden aber 2026 bald die „Dow 50.000“-Kappen verteilt werden, wie ich schon letztes Jahr sagte. Die Überbewertung mahnt zwar zur Vorsicht, hat aber noch nicht das Ausmaß der „Dotcom-Blase“ vom Jahr 2000 erreicht. Liquide Mittel zum Einsteigen können Sie auch kurzfristig in Bundesschätzen parken.

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