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Kreditzinsen: 4,84 Prozent im Schnitt
Auf Zweijahressicht könnten variable Zinssätze zwischen 4,1 und 4,3 Prozent liegen, prognostizieren die Experten von Infina.
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Kreditzinsen: 4,84 Prozent im Schnitt

Seit April sind die variablen Zinsen für Wohnkredite wieder leicht gesunken, während zehnjährige ­Fixzinsen etwas teurer wurden. Wie es weitergehen könnte, zeigt der aktuelle Infina Kredit Index.

Von Susanne Kowatsch

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27.08.2024

Anfang Juli betrug der durchschnittliche variable Zinssatz für Wohnkredite hierzulande 4,84 Prozent nominal (bzw. 5,44 Prozent effektiv, d. h. inklusive aller Nebenkosten). Das ist etwa ein Viertelprozentpunkt weniger als Anfang April, wie der neueste Infina Kredit Index (IKI) der Wohnbau-Finanzexperten Infina berichtet. Etwas anders die Entwicklung bei den zehnjährigen Fixzinsen: Hier stieg die durchschnittliche Nominalverzinsung seit Anfang April von 3,766 auf 3,871 Prozent (bzw. von 4,3 auf 4,41 Prozent Effektivverzinsung). Der Abstand zwischen fix und variabel hat sich also verringert. Dennoch: 20-jährige Fixzinsbindungen sind zuletzt mit 3,89 Prozent nominal im Schnitt laut Infina immer noch günstiger gewesen als durchschnittliche variable Zinsen.

Wohin entwickeln sich die Zinsen? Aktuell gehen viele Marktteilnehmer von einer weiteren Senkung des Leitzinssatzes im September aus. Schließlich steht die nächste EZB-Sitzung am 13. September an. Laut Infina Kredit Index ist für den Fall, dass die Inflationsrate im Euroraum bis 2026 auf höchstens zwei Prozent fällt, ein Drei-Monats-Euribor zwischen 2,9 und 3,1 Prozent realistisch. Was auf Zweijahressicht variable Zinssätze zwischen 4,1 und 4,3 Prozent bedeuten könnte, so die Experten von Infina.

Da mit Juli auch die sogenannte KIM-Vorordnung der Finanzmarktaufsicht dahingehend erleichtert wurde, dass den Kreditinstituten nun ein einheitliches, institutsbezogenes Ausnahmekontingent in Höhe von 20 Prozent des Volumens neuer Wohnbaufinanzierungen zur Verfügung steht, und zudem die Immobilienpreise laut OeNB im ersten Quartal 2024 im Jahresvergleich um 2,6 Prozent gesunken sind, könnten die härtesten Zeiten für Wohnungskäufer und Häuslbauer bereits vorbei sein.

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