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Gemischte Führung
Kaum Vorständinnen
Laut dem halbjährlich veröffentlichten Mixed Leadership Barometer der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY liegt der Frauenanteil in Vorständen von im Wiener Börse Index (WBI) gelisteten Unternehmen bei 13,8 Prozent (26 von 188 Vorstandsmitgliedern, plus vier im Vergleich zum Vorjahr). In 57 Prozent der Unternehmen ist der Vorstand nach wie vor rein männlich besetzt, und es gibt weiterhin keine weibliche CEO an der Spitze eines börsennotierten Konzerns. Zwar haben 23 von 54 WBI-Unternehmen mittlerweile zumindest eine Frau im Vorstand, aber echte Durchbrüche bleiben aus. Nur drei Unternehmen (BKS Bank, Marinomed Biotech, Oberbank) verfügen über mehr als eine weibliche Vorständin. In den Aufsichtsräten zeigt sich ein anderes, aber ebenfalls stagnierendes Bild. Mit 31,7 Prozent ist die gesetzliche Mindestquote (30 Prozent) zwar erreicht, doch seitdem kommt die Entwicklung kaum voran. Das neue Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie „Women on Boards“, das ab 30. Juni 2026 eine 40-Prozent-Quote in Aufsichtsräten vorsieht, erhöht den Druck. Vorstände bleiben aber von verbindlichen Vorgaben befreit.


