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„Immobilieninvestoren  sind in einer Schockstarre“© Foto: UBM Development/supersusi

Interview Thomas Winkler

„Immobilieninvestoren sind in einer Schockstarre“

Thomas Winkler, Chef des Immobilienentwicklers UBM, sagt, wie er das Unternehmen durch den „perfekten Sturm“ steuern will und warum die Nachfrage nach Mietwohnungen steigen wird.

Von Robert Wiedersich

13.09.2022
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UBM hat im August den Ausblick auf das zweite Halbjahr gegeben und erwartet den „perfekten Sturm“ für den Immobilienmarkt, für den man sich aber gut gerüstet sieht.

GEWINN: „Perfekter Sturm“ klingt dramatisch. Wie schlimm kann es ­werden?

Winkler: Die steigenden Zinsen, unkalkulierbare Baukosten, die steigenden Energiepreise, die Pandemie, die ja nicht verschwunden ist, und eine Schockstarre, in der sich die Investoren seit dem zweiten Quartal 2022 befinden: Diese ­Mischung sind die dunklen Wolken, die Blitze am Horizont. Wir wissen nur noch nicht, wo und wie dieser Sturm aufschlägt. Es gibt immer eine Restchance, dass der „perfekte Sturm“ noch abdreht, aber sie tendiert gegen null. Im Grunde genommen bereiten wir uns aber schon seit über zwei Jahren, seit Ausbruch der Pandemie, auf eine Zeitenwende vor. Das kommt uns jetzt zugute. Wir waren sehr selektiv bei neuen Projekten, wir haben die Strategie auf Holzbau und Nachhaltigkeit ausgerichtet, und wir sind dank unserer hohen Eigenkapitalquote und über 300 Millionen Euro Cash gut vor­bereitet, diesen Sturm zu bewältigen.

GEWINN:Das Ergebnis vor Steuern hat sich im ersten Halbjahr halbiert im Vergleich zu 2021, von 35,7 auf 16,1 Millionen Euro. Sind das die Vorzeichen ­eines Abschwungs?

Winkler: Der Sturm hat uns bereits im ersten Halbjahr touchiert. Auch bei uns mussten einige Immobilientransaktionen zurückgezogen werden, weil sie nicht mehr durchführbar waren. Allerdings haben wir im ersten Halbjahr auch noch sehr erfolgreiche Verkäufe in Wien und Mainz gesehen.

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