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Konjunktur
Nukleares Wettrüsten reloaded?
Mit dem Auslaufen des New-START-Abkommens endete der letzte nukleare Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland. Weil damit die Obergrenzen für die strategischen Atomwaffenarsenale der größten Nuklearmächte fallen, ist laut Experten der Weg für ein nukleares Wettrüsten frei. Rüstungsforscher Kingston Reif vom US-Thinktank RAND schätzt laut orf.at, dass die USA die Zahl ihrer stationierten Sprengköpfe in einem extremen Szenario „grob verdoppeln“ könnten. Ankündigungen einer Aufrüstung gibt es allerdings bis dato keine.
Ein Blick auf die bestehenden Arsenale zeigt, dass diese schon jetzt theoretisch für die mehrfache Vernichtung der Erde ausreichen. Ein bestehendes Gleichgewicht sollte bisher Kriege zwischen den Großmächten verhindern. Jetzt wird die Situation komplexer. Denn China hat aufgerüstet, seine Bestände an nuklearen Sprengköpfen 2025 um 100 auf 600 aufgestockt. Weltweit gibt es aktuell geschätzte 9.614 einsatzfähige Atomsprengköpfe, inklusive ausgemusterter Sprengköpfe kommt man sogar auf etwa 12.300. Zum Vergleich: Im Hoch 1986 lag die weltweite Gesamtzahl der Atomwaffen noch über 70.000, wobei Russland allein mehr als 40.000 hatte!



