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Konjunktur
Hohe Staatsschulden rücken in den Fokus
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Viel fehlt nicht, dann ist der weltweite staatliche Schuldenberg so hoch wie die Wirtschaftsleistung: Die öffentlichen Schulden beliefen sich zuletzt auf rund 92 Billionen US-Dollar, das globale BIP auf 111 Billionen Dollar. Die Problematik greifen immer mehr Experten auf. So kommt die Schoellerbank in einer Analyse zu folgendem Schluss: „Die Weltwirtschaft erlebt derzeit keinen klassischen Konjunkturzyklus, sondern eine strukturelle Neuordnung des globalen Kapitalmarktregimes.“ Über Jahre hätten Globalisierung, niedrige Inflation und expansive Geldpolitik das Umfeld geprägt. Doch dieses Regime verändere sich zunehmend: An seine Stelle trete eine Welt höherer Staatsverschuldung, aktiver Fiskalpolitik und wiederkehrender Inflationsimpulse.
Besonders sichtbar wird diese Entwicklung in den USA. Hohe Haushaltsdefizite, umfangreiche Refinanzierungsvolumina und steigende Zinskosten verändern die Dynamik am Markt für US-Staatsanleihen nachhaltig. Dort spricht vieles für erhöhte Langfristzinsen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ist zuletzt bereits spürbar angestiegen – auf 4,7 Prozent. Und für 30-jährige Staatsanleihen mussten die USA kürzlich bei einer Emission durchschnittlich 5,22 Prozent Rendite bieten – die teuerste 30-Jahres-Auktion seit 25 Jahren. Die Zinskosten würden laut Schoellerbank auch in vielen anderen Staaten spürbar steigen. Mit höheren Refinanzierungsrenditen erhöht sich in der Folge auch die Belastung öffentlicher Haushalte – ein Teufelskreis.



