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„Höchste Dividende in der Geschichte!“
Nikolaus Juhász, CEO BKS Bank: „2025 konnten wir mit einem Jahresergebnis von 147 Millionen Euro nach Steuern an die Rekordergebnisse der Jahre 2023 und 2024 anknüpfen.“
© BKS Bank/Henry Welisch

Finanzplatz

„Höchste Dividende in der Geschichte!“

Die BKS Bank hat laut CEO Nikolaus Juhász auch im Vorjahr in einem schwierigen Umfeld ein gutes Ergebnis erzielt. Wie er das in Zukunft erreichen will, erklärt er im Interview.

Von Martin Mayer

19.05.2026
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GEWINN: Die vergangenen Jahre brachten Rekordergebnisse für ­Regionalbanken. Wie ist es der BKS Bank in jüngerer Zeit ergangen?

Juhász: Sehr gut. 2025 konnten wir mit einem Jahresergebnis von 147 Millionen Euro nach Steuern an die Rekordergebnisse der Jahre 2023 und 2024 anknüpfen. An unsere Aktionäre schütten wir knapp 23 Millionen Euro aus. Das ist die höchste Dividende in der Geschichte der BKS Bank.

GEWINN: Wo sehen Sie in Zukunft Chancen für Regionalbanken?

Juhász: Viele Menschen, auch Medien, tendieren dazu, vor allem das Negative zu sehen. Dabei gibt es so viele positive Entwicklungen in der Welt. Lebenserwartung und Wohlstand sind gestiegen, wir befinden uns mitten in einer technologischen Revolution, die enorme Chancen eröffnet. Indem wir Unternehmen Kapital zur Verfügung stellen, sorgen wir für wirtschaftlichen Wohlstand und helfen dabei, Innovationen in die Umsetzung zu bringen. Aktuell gibt es große Investitionserfordernisse im Bereich alternative Energiesysteme und Stromnetze. Der Standort Österreich braucht dringend solche Impulse und mehr Wachstum.

GEWINN: Wie könnte die Politik zu ­einer Verbesserung beitragen?

Juhász: Wir brauchen eine Verbreiterung unserer Exportmärkte. 80 Prozent der Ausfuhren verlassen den Kontinent nicht. Österreich betreibt wenig Handel mit Asien, Südamerika und Afrika. Es wäre also hilfreich, wenn Freihandelsabkommen nicht unnötig blockiert werden. Ein anderes Beispiel ist die erhöhte Bankenabgabe, die nun verlängert werden soll. Dadurch wird dem Wirtschaftskreislauf Liquidität entzogen. Nur diese eine Maßnahme führt dazu, dass die jährlichen Investitionen in den kommenden Jahren um rund 700 Millionen Euro sinken werden. Wäre es nicht sinnvoller, wenn dieses Geld Wachstumsimpulse auslösen könnte?

GEWINN: Wo gibt es aktuell Herausforderungen für Regionalbanken?

Juhász: Cyberangriffe sind sicher ein Thema, das die gesamte Branche beschäftigt. Wir begegnen dem mit massiven Investitionen in unsere IT. Eine konkrete Maßnahme: Während eines Handytelefonats wird es in unserer App künftig nicht mehr möglich sein, Überweisungen durchzuführen.

GEWINN: Welche Bedeutung hat ­persönliche Beratung noch in einer Zeit der digitalen Kommunikation?

Juhász: Wir sind fest davon überzeugt, dass es beides braucht: modernste ­digitale Tools und fundierte Beratung durch Spezialisten. In volatilen ­Phasen wollen viele lieber mit einem Menschen statt einem KI-Agenten sprechen. Gerade erst wurden wir für „exzellente Kundenorientierung“ ­ausgezeichnet.

GEWINN: „Regionalbank“ ist in Bezug auf die BKS Bank eine etwas irre­führende Bezeichnung, da Sie auch im Ausland aktiv sind, oder?

Juhász: Das stimmt. Wir sind längst keine klassische Regionalbank mehr. In Slowenien sind wir der zweitgrößte Wertpapierdienstleister, in der Slowakei sehen wir starke Wachstumschancen im Firmenkundengeschäft. In Kroatien gibt es großes Potenzial im Leasinggeschäft, und auch in Serbien sind wir bereits im Leasinggeschäft tätig. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit unseren Auslandsmärkten.

GEWINN: Die BKS Bank zählt zu den Pionieren im Bereich Nachhaltigkeit. Können Sie Beispiele für konkrete Maßnahmen nennen?

Juhász: Ja, wir wurden bereits mehrfach als nachhaltigste Bank Österreichs ausgezeichnet. Unsere nachhaltigen Finanzierungen haben in den vergangenen vier Jahren um 150 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zugelegt. Auch die nachhaltigen Veranlagungen wachsen beständig. Unser Sparkonto „Mein Geld-Konto Nachhaltigplus“, das wir 2025 eingeführt haben, hat bis ­Jahresende 162 Millionen Euro an Einlagen generiert. Diese Gelder werden ausschließlich für die Vergabe von ökologischen und/oder sozial nachhaltigen Krediten verwendet.

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